Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Chorioretinale Anastomosen 4 Jahre nach stumpfem Trauma

Müller C., Meyer C. H.,
Philipps-Universität Marburg, Medizinisches Zentrum für Augenheilkunde (Marburg)

Hintergrund: Sowohl vom retinalen als auch choroidalen Kreislauf können getrennt Gefäßproliferationen ausgehen, wofür primär horizontale anatomische Barrieren in der Netzhaut verantwortlich gemacht werden. Außerdem nimmt man an, dass unterschiedliche Wachstumsfaktoren für die Form der Proliferation verantwortlich sind. In sehr seltenen Fällen, wie Traumen oder nach Photokoagulationen kann es zu chorioretinalen Anastomosen kommen.
Methode: Wir berichten über einen Patienten, bei dem 4 Jahre nach stumpfen Trauma eine chorio-retinale Anastomose auftrat.
Ergebnisse: Die Frühphase der Fluoreszenz Angiographie (FA) zeigt eine 3.5 MPS-Durchmesser große Hyperfluoreszenz, welche im weiteren Verlauf größer wird und diffuse Ränder bekommt. In der Indocyanin-grün Angiographie (ICG) erkennt man in der Frühphase zwei großkalibrige retinale Gefäße, die bis in die FAZ der Foveola ziehen und eine Anastomose mit größeren choroidalen Gefäßen bilden. In der optischen Kohärenz Tomographie (OCT) erkennt man im Bereich der Fovea eine hyperreflektive subretinale Verdickung, welche zentral aufgehoben ist. Hier stellt sich die vermeintliche Anastomose als weisse lineare Struktur dar.
Schlussfolgerungen: Durch stumpfe Contusionstraumen kann es zu Rupturen in der Bruch`schen Membran kommen, wodurch choroidale Neovaskularisationen auftreten können. Im Rahmen eines fibrovaskulären Umbaus der CNV werden bisher unbekannte angiogenetischen Wachstumsfaktoren freigesetzt, die zu einer reaktiven Ausbildung von einer chorio-retinalen Anastomose führen können.

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