Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Systematische EDV-gestützte Erfassung der Nachuntersuchungsdaten von Keratoplastikpatienten – Zehnjähriger Erfahrungsbericht aus der Lions Hornhautbank NRW*

Böhringer D., Reinhard T., Sundmacher R.,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)

Hintergrund: Einflussfaktoren auf den mittel- und langfristigen Verlauf nach perforierender Keratoplastik sind heute noch weitgehend unverstanden. Für einen entsprechenden wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn ist aufgrund der Vielfalt und komplexen Interaktion dieser Faktoren eine systematische und möglichst vollständige Erfassung aller prä- sowie postoperativen Daten erforderlich. Auch für die mit dem Transplantationsgesetz von 1997 gesetzlich vorgeschriebene Qualitätssicherung in einer Hornhautbank ist eine solche Dokumentation der Transplantat- und Nachbeobachtungsdaten notwendig.
Methoden: In der Lions Hornhautbank NRW werden die Daten von Spendern und kultivierten Transplantaten sowie die klinischen Nachbeobachtungsdaten in einer speziell entwickelten relationalen Datenbank systematisch erfasst. Dieses Datenbanksystem verwaltet die Patientenwarteliste, den Organkulturprozess, die Operations- und Nachbeobachtungsdaten und die systematische Datenauswertung für die Qualitätssicherung.
Ergebnisse: Die Daten von 1710 Spendern, 3333 Empfängern und 2753 Nachbeobachtungsdaten sind bis heute erfasst. Die wissenschaftliche Auswertung der Nachbeobachtungsdaten konnte bereits praxisrelevante Zusammenhänge aufzeigen. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass der chronische Endothelzellverlust sowohl von der Postmortem-Zeit als auch vom Alter des Hornhautspenders abhängt. Die Durchführung der Organkultur sowie die Organallokation in der Lions Hornhautbank NRW wurden aufgrund dieser Ergebnisse bereits modifiziert um den chronischen Zellverlust in Zukunft zu minimieren.
Schlussfolgerungen: Das Datenbanksystem ist speziell vor dem Hintergrund des Bedarfs an wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und dem gesteigertem Anspruch an die Dokumentationsqualität unentbehrlich geworden. Der Einsatz in anderen Hornhautbanken ist möglich und sollte aufgrund der positiven Erfahrungen in Düsseldorf forciert werden. So könnten zukünftig auch Multi-Center-Studien zu Fragestellungen bezüglich perforierender Keratoplatik optimiert werden.
*Unterstützt durch Eurotransplant/BIS Leiden (NL)

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