Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Reduzierte retinale Ganglienzellaktivität nach Flüssigkeits-Luft-Austausch im vitrektomierten Katzenauge

1Hesse L., 2Schanze T., 2Greve N.,
1Augenklinik der SLK-Kliniken (Marburg)
2Philipps-Universität Marburg, FB Physik, AG NeuroPhysik (Marburg)

Hintergrund: In vitrektomierten Augen wurden nach Gasfüllung Gesichtsfelddefekte beobachtet. Wir bestimmten die Änderung der spontanen Ganglienzellaktivität der Katzennetzhaut in einem vitrektomierten Auge nach Austausch der Flüssigkeit gegen Luft.
Methode: Zunächst wurde eine kombinierte Vitrektomie mit Lentektomie bei der Katze durchgeführt. Nach zwei Wochen wurden zwei quarzisolierte Fasermikroelektroden (Durchmesser 80 Km) mittels eines speziellen Manipulators über eine Sklerotomie in das Auge der Katze eingebracht und ca. 2 PD oberhalb der Papille auf der Netzhaut positioniert. Die präzise Positionierung erfolgte sowohl unter optischer Kontrolle als auch unter gleichzeitiger retinaler elektrischer Ableitung. Die Aktivität der Netzhaut wurde kontinuierlich unter gleichbleibendem intraokularen Druck (29 mm Hg) sowohl unter Flüssigkeit als auch unter Luft aufgezeichnet. Der Austausch der Flüssigkeit gegen Luft erfolgte sehr langsam, um Netzhautschäden durch Austrocknung zu vermeiden.
Ergebnisse: Nach der Luftfüllung verringerte sich die Rate der spontanen Aktionspotentiale um bis zu 50% innerhalb der ersten 3 Minuten. Die blitzinduzierte Spikerate war nach einer 15-minütgen Luftfüllung um das 10fache reduziert. Nach erneuter Füllung des Auges mit Flüssigkeit erholt sich innerhalb einer Stunde die Aktivität der retinalen Ganglienzellen nur teilweise.
Schlussfolgerungen: Der innerhalb von Minuten eintretende Aktivitätsabfall unter Luft läßt sich durch eine Störung des extrazellulären Milieus erklären. Nach einem Flüssigkeits-Luftaustausch ist die Abgabe von überschüssigen Kaliumionen durch die Müllerzellen in den Glaskörper blockiert. Eine permanente Schädigung der Ganglienzellkörpern und/oder -fasern durch eine Luftblase kann nach unseren Experimenten nicht ausgeschlossen werden.

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