Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Der Einfluss vorausgegangener Argon-Laser-Trabekuloplastik auf Augeninnendruck und Vernarbung nach Trabekulektomie

Wimmer I., Picht G., Grehn F.,
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Universitäts-Augenklinik (Würzburg)

Hintergrund: Es wurde die Frage untersucht, ob eine vorangegangene Argon Laser Trabekuloplastik (ALT) das Ergebnis einer später ausgeführten Trabekulektomie beeinflusst. Kriterien waren Augeninnendruckwert, Vernarbungstendenz des Sickerkissens und Notwendigkeit therapeutischer postoperativer Intervention.
Methode: In diese prospektive Studie wurden 80 Augen mit primärer (n= 77) oder sekundärer (n= 3) Trabekulektomie eingeschlossen, davon 51 mit primärem Offenwinkelglaukom (POWG) und 29 Pseudoexfoliations-Glaukome (PEX). Bei 27 von 80 Augen war präoperativ eine ALT durchgeführt worden. Postoperative Augeninnendruckwerte, Interventionen wie subkonjunktivale Antimetabolitengabe mit 5-Fluorouracil (5-FU) und Needling sowie die nach morphologischen Kriterien klassifizierte Vernarbung des Sickerkissens wurde zwischen der ALT und nicht ALT behandelten Gruppe verglichen. Unabhängig von der Vorbehandlung wurde bei einer beginnenden Vernarbungsendenz des Sickerkissens 5-FU gegeben bzw. bei Erfolglosigkeit ein Needling durchgeführt. Postoperative Augeninnendruckwerte und der Sickerkissenbefund wurden täglich bis zur Entlassung, nach zwei Wochen und nach 2-3 Monaten untersucht.
Ergebnisse: Beim postoperativen Augeninnendruck ergeben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen der ALT vorbehandelten und nicht ALT vorbehandelten Gruppe ( ALT: 13.3 mm Hg ± 3.4 mmHg; ohne ALT: 12.7 mmHg ± 4.3 mm Hg.P= 0.53 Student T-test). Die Vernarbungstendenz bzw. Notwendigkeit eines therapeutischen Eingreifens mit Antimetaboliten oder Sickerkissenneedling war bei den ALT vorbehandelten Patienten mit POAG nicht signifikant unterschiedlich im Vergleich zu den nicht ALT vorbehandelten (P= 0.936, Fisher’s exact test). Interessanterweise zeigen bei PEX-Glaukomen alle ALT vorbehandelten Patienten postoperativ eine Vernarbungstendenz ( n = 5), dagegen bei nicht ALT vorbehandelten nur 47 % (9/ 19; P = 0.05, Fisher’s exact test).
Schlussfolgerungen: Bei POWG beeinflusst eine vorausgegangene ALT die postoperativen Augeninnendruckwerte und die Notwendigkeit einer vernarbungshemmenden Intervention offensichtlich nicht. Allerdings scheint in unserer Studie bei PEX-Glaukomen eine vorangegangene ALT eine postoperative Vernarbung zu begünstigen.

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