Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Expression des Angiogenese-Inhibitors Endostatin im Auge

1Fuchs A. V., 1Adamek-Kotowicz E., 2Lütjen-Drecoll E.,
1Friedrich-Alexander-Universität, Anatomisches Institut LS II (Erlangen )
2Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Anatomisches Institut LS II (Erlangen )

Hintergrund: Für die Behandlung von Neovaskularisationen im Auge könnten Faktoren, die das Auswachsen von Gefäßen hemmen und die Rückbildung induzieren, therapeutisch von Bedeutung sein. Endostatin ist in verschiedenen Geweben als potenter Anti-Angiogenesefaktor beschrieben worden. Ob dieses Molekül auch im Auge für die Prävention von Gefäßneubildungen oder Einsprossung von Gefäßen in die avaskulären Gewebe eine Rolle spielt, ist bisher nicht untersucht worden. Wir haben die Verteilung von Endostatin an Mäusen verschiedener Altersgruppen untersucht, da die Vaskularisation der Netzhaut und die Rückbildung der Hyaloideagefäße bei diesen Tieren erst in den ersten zwei Wochen postnatal erfolgt.
Methode: Es wurden 50 Augen gesunder Mäuse im Alter von einem Tag bis drei Monaten untersucht. Häutchenpräparate von Netzhaut, Iris und Ziliarkörper sowie sagittale Gefrierschnitte wurden mit Endostatinantikörpern gefärbt. Zur Gefäßdifferenzierung wurden Doppelfärbungen mit glattmuskulärem Alpha-Aktin (SMAA) angefertigt. Die genaue Lokalisation der Färbung wurde dann mit der Preembedding-Methode immunzytochemisch an Ultradünnschnitten analysiert.
Ergebnisse: Bei Tieren aller Altersgruppen fanden wir eine intensive Färbung der Linsenkapsel, der Irisvorderfläche, des Ziliarkörpers und des Trabekelwerks sowie der Membrana limitans interna. In der Uvea trat auch eine Färbung von Gefäßen auf. Doppelfärbungen mit SMAA zeigten, daß nur Kapillaren Endostatin-positiv gefärbt waren. Retinale Gefäße blieben ungefärbt. Ultrastrukturell war die Färbung nur im Bereich der Basalmembranen zu finden. Tiere im Alter von unter 3 Wochen zeigten zudem intensiv gefärbte Hyaloideagefäße.
Schlussfolgerungen: Die Lokalisation von Endostatin im Auge könnte daraufhindeuten, daß das Molekül am Mechanismus zur Hemmung von Gefäßeinsprossungen in avaskuläre Areale mitbeteiligt ist. Der Grund für die relativ starke Anfärbung der Hyaloideagefäße ist unklar; möglicherweise kann Endostatin nicht nur eine Angiogenese verhindern, sondern auch Gefäßdegenerationen induzieren.

Zurück/Back