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Dreidimensionale Darstellung photodynamischer Effekte in chorioidalen Neovaskularisationen und Aderhaut
1Ahlswede W., 1Michels S., 2Reginald B., 1Laqua H., 1Schmidt-Erfurth U., 1Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck) 2Medizinische Universität zu Lübeck, Medizinisches Laserzentrum (Lübeck)
Hintergrund: Die photodynamische Therapie (PDT) induziert okklusive und regenerative Effekte in chorioidalen Neovaskularisationen (CNV) und physiologischer Aderhaut. Mittels dreidimensionaler Angiographie wird der Gefäßumbau qualitativ und quantitativ darstellbar. Methode: In einer prospektiven, randomisierten Studie wurden 60 Patienten mit subfovealer CNV bei altersbezogener Makuladegeneration (AMD) mit PDT oder Placebo behandelt. Für die Verum-Therapie wurde Verteprofin in einer Dosis von 6 mg/cm2 Körperoberfläche und eine Lichtdosis von 50 J/cm2 verwendet, als Placebo eine Glukoselösung. Wiederbehandlungen wurden bei persistierender Leckage in der Fluoreszenzangiographie (FA) in 3 monatigen Intervallen indiziert. Kaufokale Indocyanningrün-Angiographie (ICGA) wurden vor Behandlung und kontinuierlich zu jedem Kontrolltermin über 2 Jahre durchgeführt. Fluoreszenz-Serien mit 32 tomographischen Bildern über eine Schichtdicke von 4 mm wurden topographisch analysiert und dreidimensional reproduziert. Ergebnisse: Bei Erstvorstellung war die CNV bei allen Patienten als scharf begrenzte Prominenz dokumentierbar. In der Verteprofin-Gruppe nahm die Höhe der Membran mit jedem Intervall kontinuierlich ab. Nach 3 Monaten war die CNV um 10%, nach 6 Monaten um 25%, nach 12 Monaten um 50% und nach 24 Monaten um 60% flacher als initial. In der Placebo-Gruppe nahm die Membranprominenz zunächst über 6 Monate gering zu und blieb langfristig bei 90% der Originalgröße stabil. Der CNV-Durchmesser nahm in der Verteprofin-Gruppe innerhalb von 12 Monaten von 2,8 auf 1,9 Papillenflächen (PF) und nach 24 Monaten auf 1,6 PF ab. In der Placebo-Gruppe wuchs die CNV von 2,5 PF auf 3,7 PF innerhalb von 6 Monaten und hielt sich konstant bei dieser Größe bis zum 24-Monatsintervall. Perfusionsdefekte in der Aderhaut wurden bei 50% der PDT-Augen gesehen, mit einem Maximum nach 12 Monaten und Persistenz bis 24 Monate. Schlussfolgerungen: Die dreidimensionale Angiographie stellt Wachstum und Rückgang der CNV unter PDT-Serie im Spontanverlauf präzise dar. Einem Rückgang der CNV steht bei PDT eine Zunahme von Aderhautdefekten gegenüber.
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