Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Simultan bilaterale Kataraktextraktion

1Schmidbauer J., 2Schröder A. C., 2Osvald A., 2Lang M., 2Ruprecht K. W.,
1Magill Research Center for Vision Correction, Storm Eye Institute, Medical University of South Carolina (Homburg/Saar)
2Universitätskliniken des Saarlandes, Augenklinik und Poliklinik (Homburg/Saar)

Einleitung: Beidseitige simultane Kataraktoperationen wurden in den letzten Jahren kontrovers diskutiert. Dieses Vorgehen wird üblicherweise nicht routinemäßig angewandt, besondere Indikationsstellungen mögen jedoch beidseitige Eingriffe aufgrund des besonderen Nutzens für den Patienten rechtfertigen.
Patienten und Methoden: In ausgewählten Indikationen wurden zwischen März 2000 und Februar 2002 90 Augen von 45 Patienten bilateral simultan Katarakt-operiert. Die Eingriffe wurden von vier verschiedenen Operateuren durchgeführt. Jeder Eingriff wurde als unabhängige Operation behandelt (Wechsel der Instrumente, Spüllösungen, Kittel etc.) Das Spektrum der Indikationsstellungen, Komplikationen und die funktionellen Ergebnisse wurden analysiert.
Ergebnisse: Die häufigsten Indikationen stellten Antikoagulantientherapie (24,4%) und reduzierter Allgemeinzustand des Patienten (17,8%) dar. Die zusammengefasste Inzidenz aller Komplikationen war 1,1% (eine Hinterkapselruptur). Bedrohliche Komplikationen wie z.B. postoperative Endophthalmitis traten nicht auf. Bilaterale Komplikationen stellten sich nicht ein.
Diskussion: Bei dieser Patientenserie lag die Komplikationshäufigkeit nicht wesentlich über der bei Einzeloperationen zu erwartenden Rate. Obwohl sowohl die Patientenzufriedenheit als auch die funktionellen Ergebnisse positiv waren, ist das bilateral simultane Vorgehen nicht als Standardprozedur zu werten. Die Indikation muss sorgfältig mit dem Patienten zusammen gestellt werden. Als Vorsichtsmaßnahme sollte jedes Auge wie eine unabhängige Operation vorbereitet werden.

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