Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Hornhautulcus bei Morbus Crohn assoziiert mit Epidermolysis bullosa acquisita

Moch B. M., Spraul C. W., Lang G. E.,
Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik (Ulm)

Hintergrund: Der Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, welche in 4-8% der Patienten zu Augenveränderungen führt. Wir berichten über einen Patienten mit Morbus Crohn, der im Rahmen einer assoziierten Epidermolysis bullosa acquisita ein progredientes Hornhautulcus entwickelte.
Methode: Ein 26-jähriger Patient mit einem seit 3 Jahren gesicherten Morbus Crohn stellte sich wegen eines Hornhautrandulcus am rechten Auge vor. Die Vorderkammer war tief und reizfrei. Die Fundusuntersuchung war regelrecht. Die Abstriche auf Erreger vom Ulcusgrund zeigten kein Keimwachstum. Der Visus betrug 0,8. Das linke Auge war regelrecht. Weiterhin zeigten sich bullöse Hautveränderungen im Bereich der Arme und Beine.
Ergebnisse: Trotz lokaler Antibiotikatherapie und systemischer immunsupressiver Therapie mit Tacrolimus, Azathioprin und Methylprednisolon kam es zu deutlicher Verschlechterung des Hornhautbefundes. Daher wurde das Hornhautulcus operativ mit einer Amnionmembran gedeckt, welche jedoch innerhalb von wenigen Tagen einschmolz. Es wurden weitere Therapieversuche mit zunächst Amnionmembrandeckung und später mit Bindehautdeckung vorgenommen. Jedesmal kam es zur raschen Einschmelzung und Vergrößerung des Ulcus mit Sklerabeteiligung, so daß eine tektonische Sklerokeratoplastik erforderlich war. Histologisch zeigte sich eine starke Verdünnung des Hornhautstromas und eine entzündliche Infiltration von Kornea und Sklera.
Schlussfolgerungen: Hornhautkomplikationen bei Patienten mit Morbus Crohn sind im Gegensatz zur Konjunktivitis, Episkleritis und Uveitis sehr selten. Unseres Wissens ist dies der erste Patient mit Morbus Crohn und Epidermolysis bullosa acquisita bei dem es zu einem progredienten Hornhautulcus kam. In wieweit ein vermuteter Autoimmunprozeß im Bereich der Hornhaut in direktem Zusammenhang zum Morbus Crohn oder zur Epidermolysis bullosa acquisita steht, bleibt unklar.

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