Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Topographische Darstellung von retinalen Leckage-Arealen bei Venenastthrombosen

1Hillmann K., 1Müller-Velten R., 2Birngruber R., 1Schmidt-Erfurth U.,
1Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck)
2Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH (Lübeck)

Hintergrund: Venenastthrombosen (VAT) verursachen retinale Leckagen unterschiedlicher Ausdehnung und Intensität. Eine neue dreidimensionale Angiographietechnik soll Ödembezirke identifizieren und den Effekt der fokalen Laserkoagulation darstellen.
Methode: In einer prospektiven Pilotstudie wurden 30 Patienten mit VAT und klinisch signifikantem Makulaödem (CSME) innerhalb von 6 Wochen nach dem Ereignis mit Fluoreszein- (FA) und Indocyaningrün-Angiographie (ICGA) untersucht. Ein konfokales Laser Scanning Ophthalmoskop (Heidelberg Retina Angiograph) wurde verwendet um 32 tomographische Serienschnitte über eine Schichtdicke von 4 mm anzulegen. Die axiale Fluoreszenzverteilung über die gesamte Serie wurde ermittelt und in seiner dreidimensionalen Topographie dargestellt.
Ergebnisse: Thromboseareale mit gestörter Perfusion und gesteigerter Gefäßpermeabilität zeigten eine prominente und gut demarkierte Netzhautverdickung im Vergleich zu flachen Bezirken mit intakter Barrierenfunktion. Blockaden-Effekte durch intraretinale Blutungen in der konventionellen FA/ICGA wurden in topographischen FA/ICGA komplett elminiert. In der 3D-FA stellten sich Leckage-Areale in 75% in der Frühphase und in 84% in der Spätphase präzise dar. Am effizientesten waren die Leckage-Beete in der topographischen ICGA dokumentierbar, mit 85% Nachweis in der frühen und 90% Nachweis in der Spätphase. Die Ausdehnung der Leckage-Areale lag bei 19 mm2 in der FA- und bei 18 mm2 in der ICGA-Topographie. Eine fokale Laserkoagulation bei CSME in 10 Augen führte zu einer nachweisbaren Reduktion der Netzhautprominenz in allen behandelten Augen. Koagulationsherde waren als lokale Perfusionsdefekte in der Choriokapillaris 3 Monate nach Laserbehandlung nachweisbar.
Schlussfolgerungen: Die topographische Angiographie erlaubt die Darstellung retinaler vaskulärer Permeabilitätsstörungen. Ausdehnung und Intensität intraretinaler Leckagen vor und nach Lasertherapie sind präzise objektivierbar.

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