Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Retrobulbäre Hämodynamik vor und nach Retrobulbär-Anästhesie

Huber K., Remky A., Arend O.,
RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)

Hintergrund: In dieser Studie haben wir vor und nach Retrobulbär-Anästhesie die retrobulbäre Hämodynamik mittels Farb-Duplex-Sonographie bestimmt, um das Ausmaß der Durchblutungs-veränderungen und den Effekt von Adjuvantien wie z.B. Adrenalin zu untersuchen.
Methode: 27 Patienten (Alter 73 ± 9,6; 14 w, 13 m) mit Katarakt wurden bisher in die prospektive Studie eingeschlossen. Die Duplex-Sonographie (Siemen Sonoline Sienna) wurde vor und nach Retrobulbär-Anästhesie sowie nach der Operation durchgeführt und die maximale systolische (PSV) und die end-diastolische Fließgeschwindigkeit (EDV) der A. ophthalmica (OA), Zentralarterie (CRA) und Zentralvene (CRV) bestimmt. Bei 12 Patienten wurde ausschließlich Xylocain 2% verwendet (2 ml retrobulbär transkonjunktival), bei 15 Xylocain 2% mit Adrenalin 1:200 000.
Ergebnisse: Nach Retrobulbär-Anästhesie kam es in beiden Gruppen in der OA, der CRA und CRV zu einer signifikanten Reduktion der PSV (OA um 31%, p<0,0001; CRA um 23%, p<0,0001; CRV um 27% p<0,0001) und EDV (OA um 20,6%, p<0,0024; CRA um 19 %, p<0,0007; CRV um 27%, p<0,0001). Nach abgeschlossener Operation zeigte sich, im Vergleich zur Fließ-geschwindigkeit nach Retrobulbär-Anästhesie, ein signifikanter Wiederanstieg (PSV: OA um 25%, p<0,0001; CRA um 16%, p<0,0166; CRV um 14% p<0,012 und EDV: OA um 39%, p<0,0001; CRA um 14%, p<0,0007; CRV um 16%, p<0,0074). Bei den Augen, bei denen kein Adrenalinzusatz verwendet wurde, kam es zu einem signifikant geringeren Ausmaß der Reduktion der Fließgeschwindigkeit nach Retrobulbär-Anästhesie (PSV: OA p<0,0013, CRA p<0,0001; EDV: CRV p<0,0353)
Schlussfolgerung: Durch die Retrobulbär-Anästhesie kommt es zu einer dramatischen passageren Reduktion der Fließgeschwindigkeiten in den retrobulbären Gefäßen. Der Zusatz von Adrenalin verstärkt diesen Effekt und bewirkt eine langsamere Erholung. Insbesondere bei Patienten mit bereits gestörter okulärer Hämodynamik (z.B. Glaukom), sollte Adrenalin nicht verwendet werden, um irreversible funktionelle Schäden zu vermeiden.

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