Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Protrusio bulbi durch eine durale arteriovenöse Fistel – Versuch einer konservativen Therapie

1Press U. P., 1Langefeld S., 2Moersdorf M.,
1Augenklinik des Brüderkrankenhauses, Abteilung plastische rekonstruktive, Lid-, Orbita- und Tränenwegschirurgie, Orthoptik (Trier)
2Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Augenklinik (Trier)

Hintergrund: Wir berichten über den seltenen Fall einer Protrusio bulbi mit Bindehauthyperämie bei posttraumatischer duraler Fistelbildung.
Fallbeschreibung: Frau K-S, 32 Jahre alt, stellte sich mit therapierefraktärem Exophthalmus und Bindehautinjektion bei uns vor. Diese Befunde hatten sich 3 Monate nach einem Verkehrsunfall entwickelt. Die cerebrale Angiographie zeigte eine durale Fistel im Sinus cavernosus rechts mit ausschließlicher Drainage über die V. ophthalmica. Therapeutisch erfolgte konservativ eine orbitale Kompression zur Thrombosierung der multiplen Fistelbildungen. Eine operative Maßnahme war Aufgrund der multiplen und sehr kleinen Fistelgefäße erschwert.
Ergebnisse: Unter der Kompressionstherapie kam es bis dato (2 Monate Nachbeobachtung) zu einer Verbesserung des Befundes.
Schlußfolgerung: Posttraumatische durale arteriovenöse Fisteln sind im Gegensatz zu direkten posttraumatischen carotidocavernösen Fisteln sehr selten und haben sich im Falle unserer Patienten wahrscheinlich durch eine posttraumatische Thrombose einer Vene oder eines Sinus entwickelt. Das erklärt die verzögerte Entwicklung der Befunde 3 Monate nach dem Unfall. Durch eine risikoärmere konservative Therapie mit Bulbuskompression konnte eine Verbesserung erzielt werden. Eventuell kann hier eine neuroradiologische Intervention über die Femoralarterie oder direkt über die V. ophthalmica vermieden werden.

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