Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Intraokularlinsenberechnung mit verschiedenen Berechnungsformeln bei Patienten mit Relativem Anterioren Mikrophthalmus (RAM)

1Bartke T. U., 2Auffarth G. U.,
1Friedrich-Schiller-Universität Jena, Klinik für Augenheilkunde (Jena)
2Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg)

Hintergrund: Patienten mit relativem anterioren Mikrophthamus (RAM) zeichnen sich durch spezielle anatomische Gegebenheiten des vorderen Augenabschnittes aus (Hornhautdurchmesser <11mm, abgeflachte Vorder­kammertiefen<2mm bei normaler Achsenlänge). Hieraus ergeben sich nicht selten Probleme bei der Intraokularlinsenberechnung vor geplanter Katarakt­operation
Patienten and Methoden: 75 Patienten mit relativem anterioren Mikrophthalmus (RAM) im Alter von 75,6± 10,3 Jahren wurden im Rahmen ihrer Kataraktoperation in Hinblick auf errechneter Zielrefraktion und tatsächlicher postoperativer Endrefraktion untersucht. Zur IOL-Stärkenkal­kulation wurde die in unseren Biometriesystem (GBS) implementierte Haigis-Formel benutzt. Außerdem wurde postoperativ vergleichend eine Intraokularlinsenberechnung mit gängigen Biometrieformeln der zweiten und dritten Generation durchgeführt.
Ergebnisse: Die durchschnittliche implantierte Intraokularlinse betrug 25,2± 2,8 dpt. (einstückige PMMA-HKL, 19 bis 31 dpt.). Die präoperativ errechnete Zielrefraktion betrug im Mittel -0,71± 1,43dpt. (Bereich -4,3 bis +2,2 dpt.), bestimmt mit der Haigis-Formel, Grieshaber-Biometriesystem (GBS). Die postoperative ermittelte Endrefraktion betrug im sphärischen Äquivalent -0,41± 1,50 dpt. (Bereich -5,5 bis +6,0 dpt.). Die mittleren Diffe­renzen zwischen Ziel- und Endrefraktion betrugen 0,30± 1,54 dpt (Haigis), +0,16±1,57 dpt. (Hoffer Q), +0,31±1,50 dpt. (Holladay 2), +0,46±1,49 dpt. (SRK/T), -0,12±1,53 dpt. (Binkhorst II), beziehungsweise +0,81±1,46 dpt. (SRK II).
Schlussfolgerungen: Trotz der anatomischen Besonderheiten bei RAM-Patienten liefern alle verwendeten Formeln zuverlässige Ergebnisse zur Intraokularlinsen-berechnung Hierbei kommt es erwartungsgemäß bei der SRK II –Formel zu den größten Abweichungen. Alle Formeln bis auf die Binkhorst II-Formel führen im Mittel. postoperativ zu einer Verschiebung der Refraktionswerte in den hyperopen Bereich.

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