Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Zwei Kasuistiken unterschiedlicher White dot chorioidal Syndrome

Löw U., Palmowski A., Ruprecht K. W.,
Universitätskliniken des Saarlandes, Augenklinik und Poliklinik (Homburg/Saar)

Einleitung: Zu den Sonderformen der Uveitis zählen unter anderm die disseminierte Choroidits mit folgenden Untergruppen: Akute multifokale plakoide Pigmentepitheliopathie (APMPPE), die serpiginöse Choroiditis, multiple evanescent white dot Syndrome (MEWDS), punctate inner Choroidopathy (PIC), multifocale Choroidits mit Panuveitis und die Birdshot Retinochoriopathie, die alle zu den White dot Syndromen" gezählt werden. Die Zuordnung in diese Untergruppen erfolgt nach dem klinischen Befund, dem Verlauf und der Fluoreszenzangiographie. Die folgenden Kasuistiken verdeutlichen die Unterschiede anhand zweier Beispiele.
Fallbeschreibung: 2 weibliche Patienten im Alter von 48 und 31 Jahren stellten sich in den letzten 3 Monaten in unserer Klinik wegen einer einseitigen Visusreduktion vor. Bei der Erstvorstellung war die Sehschärfe am betroffenen Auge bei beiden Patienten <0,3, am gesunden Auge betrug die Sehschärfe 1,0. Das Gesichtsfeld war am betroffen Auge konzentrisch eingeschränkt, ferner war auch ein vergrößerter "blinder Fleck" nachweisbar. Ophthalmoskopisch, sowie in der Fluoreszenzangiographie ergaben sich bei diesen Patienten unterschiedliche Befunde. So zeigten sich bei der 48 jährigen Patientin am Augenhintergrund multiple grauweiße, chorioretinale Flecken gleichen Stadiums am hintern Pol, sowie in der mittleren Peripherie. Vernarbungen waren nicht zu sehen. Peripapillär zeigte sich ein Ödem der sensorischen Netzhaut. Die Fluoreszenzangiographie ergab am rechten Auge typische Hyperfluoreszenzen ohne Leckage. Im Verlauf von 2 Monaten waren die chorioretinalen Flecke nicht mehr nachweisbar. Der Visus stieg ohne Therapie auf 0,7 an, das Gesichtsfeld normalisierte sich. Durch die Entwicklung einer CNV reduzierte sich die Sehschärfe auf 0,4. Am Augenhintergrund der 31 jährigen Patientin waren neben frischen chorioretinalen Herden am betroffen Auge beidseits auch ältere, vernarbte Herde zu sehen. Im Glaskörper waren Zellen erkennbar. Fluoreszenzangiographisch zeigten sich an beiden Augen peripapilläre zirkuläre Pigementepithelnarben unterschiedlicher Größe. Am rechten, betroffenen Auge waren zusätzlich mehrere kleinere zirkuläre Fensterdefekte am hinteren Pol und kranial der Makula nachweisbar.
Schlussfolgerungen: Aufgrund des Befundes wurde bei der ersten Patientin eine MEWDS, bei der anderen Patientin eine mulitfokale Chorioidits mit Panuveitis diagnosiziert. Beide Erkrankungen manifestieren sich meist bei Frauen im Alter von 17-50 Jahren. Der Fall der ersten Patientin zeigt, dass trotz guter Visusprognose aufgrund des seltenen Auftretens von CNV engmaschige Kontrollen notwendig sind.


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