Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Low-power-Laser (LPL): Neue therapeutische Möglichkeiten der Netz- und Aderhauterkrankungen

1Ivandic T., 2Ivandic B. T.,
1Augenarztpraxis (München)
2Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck)

Hintergrund: Die bisherige Anwendung von Laserstrahlen in der Ophthalmologie geht mit einer irreversiblen Gewebeschädigung einher. Der Einsatz eines niedrigenergetischen LPL in der Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) und der Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) soll als innovative Therapieform vorgestellt werden.
Methode: Bestrahlt wurde mit einem LPL mit 7,5 mW und 780 nm ca. 40 s lang transskleral von temporal flächig in Richtung Macula. 183 Patienten mit AMD (328 Augen, davon 146 ohne und 182 mit Katarakt) wurden durchschnittlich viermal in zwei Wochen behandelt. 32 Patienten mit CCS (32 Augen) durchschnittlich 7 mal meist täglich bestrahlt. Vor jeder Sitzung wurde die Sehschärfe unter optimaler Korrektur kontrolliert.
Ergebnisse: Bei der AMD ohne Katarakt verbesserte sich die Sehschärfe bei 77% um mindestens 2 und maximal 7 und bei 20% um eine Optotypen Reihe nach Snellen, 3% blieben unverändert. Bei den Patienten mit Katarakt konnten sich 70% um mindestens 2 und maximal 8 Reihen und 25% um eine Reihe in ihrer Sehschärfe verbessern, 5% zeigten keine Veränderung. Bei der CCS wurde eine Heilung bei allen Patienten mit voller Sehschärfe erreicht. Die Minderung der Kontrastwahrnehmung wurde bei 2 Patienten noch 3 bzw. 6 Monate nach Behandlungsende gefunden. Nur bei einem Fall kam es zu einem Rezidiv. Bei der Bestrahlung wurden keinerlei Nebenwirkungen beobachtet.
Schlussfolgerungen: Die biostimulative Therapie mit LPL kann die Sehschärfe bei AMD verbessern und somit den weiteren Verlust des Sehvermögens insbesondere in den Anfangsstadien aufhalten. Bei CCS kann der Rückgang der Symptomatik beschleunigt und dadurch Spätschäden verhindert werden. Die LPL-Therapie ist einfach, kostengünstig und vom Patienten gut akzeptiert. Die vorgestellten ersten Erfahrungen sind ermutigend und scheinen umfangreichere Untersuchungen und kontrollierte Studien zu rechtfertigen.

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