Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Amiodaron-induzierte Lipidose: ultrastruktureller Nachweis und funktionelle Untersuchungen der Retina der Maus

1Bredehorn T., 1Harm P., 1Simon E., 1Holzhausen H.-J., 2Duncker G. I. W.,
1Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Arbeitsbereich für experimentelle Elektroophthalmologie (Halle/Saale)
2Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Halle/Saale)

Hintergrund: Unter Verwendung von elektrophysiologischen Methoden wie der Elektroretinographie im Vergleich zu ultrastrukturellen Untersuchungen sollen die durch Amiodaron als kationisch-amphiphile Substanz verursachten lipidotischen Schädigungen der Retina von Mäusen sichtbar gemacht und lokalisiert werden.
Methode: Für die Versuche wurden pigmentierte Mäuse vom Zuchtstamm Black CL 57 insgesamt 22 Wochen lang mit Amiodaron gefüttert. Die durchschnittlich aufgenommene Arzneimittel-Tagesdosis betrug 176 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Zu Beginn der Versuche und nach 22 Wochen wurden die Elektroretinogramme abgeleitet. Nach den Messungen erfolgten jeweils die Entnahmen der Präparate für die Histologie.
Ergebnisse: Nach 22 Wochen ließen sich im Vergleich zu den Ausgangswerten signifikanten Änderungen der Amplituden A und B sowie der Gipfelzeiten A und B in den gemessenen Elektroretinogrammen nicht nachweisen. In den histologischen Präparaten waren lichtmikroskopisch keine lipidotischen Einlagerungen sichtbar geworden. Ultrastrukturell konnte in den Außensegmenten der Rezeptorzellen eine Lipidose nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen: Trotz der relativ hohen Applikation von Amiodaron im Mäusemodell konnten keine funktionellen Veränderungen im ERG noch lichtmikroskopische Veränderungen an der Mäuseretina festgestellt werden. Erst durch die ultrastrukturelle Untersuchung konnte eine Lipidose der Retina durch Amiodaron nachgewiesen werden. Das ERG erscheint in der Funktionsdiagnostik zur Beurteilung von okulären Nebenwirkungen von Amiodaron ungeeignet.

Zurück/Back