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Reduktion der Incisionsbreite bei der Cataract-Operation auf 2,0 mm: Ergebnisse nach bimanueller Phakoemulsifikation mit Implantation einer Acryllinse
Koch R., Augenklinik Moers (Moers)
Zielsetzung: Es soll gezeigt werden, dass für die Phakoemulsifikation bei bimanueller OP-Technik eine 1,1 mm breite corneale Incisionen ausreichend ist und die Linsenimplantation bei Verwendung einer Acryllinse mit neuem Injektorsystem (Acrismart) durch eine 2,0mm Incision sicher erfolgen kann. Methode: Mittels des neu entwickelten Kombinationsinstrumentes, das Irrigationssrohr und Chopper vereint (Fa. Geuder) und Verwendung der Allergan Sovereign Phakomaschine mit Whitestarsoftare und 20 gauge (0,9mm) Phakotip ohne Sleeve kann die Phakoemulsifikation auch bei harten Kernen ohne Corneal-burn durch zwei 1,1mm Incisionen erfolgen. Die Anlage einer cornealen Incision von 2,0 mm genügt zur Implantation der Acritec 48s-IOL. Im Rahmen einer prospektiven, nicht randomisierten Studie wurden die ersten 100 Fälle in Bezug auf intra- und postoperative Komplikationen, incisionsbedingten Astigmatismus und Linsenzentrierung ausgewertet. Ergebnisse: Die bimanuelle Phakoemulsifikation ist ebenso sicher durchführbar wie konventionelle Phakotechniken. Die Incisionsbreite zur Linsenimplantation kann mit dieser Acryllinse und Acrismart-Injektor auf 2,0mm verkleinert werden. Durch die gegenüber der Implantation gängiger Acryllinsen um etwa 1mm schmalere Clearcorneaincision wird noch weniger Astigmatismus induziert und eine noch bessere visuelle Rehabilitation erreicht. Die Ergebnisse in Bezug auf cornealen Astigmatismus, Sehschärfe und Nachstarbildung 6 Monate nach Implantation werden dargestellt. Schlussfolgerungen: Die gezeigte OP-Technik ermöglicht bereits jetzt ebenso kleine Incisionen wie bei Anwendung eines Lasers zur Phakolyse. Im Gegensatz zur Laser-Phakolyse können mit dem Einsatz des gezeigten Kombichoppers und gepulster Ultraschallabgabe (Whitestar) jedoch auch sehr harte Kerne emulsifiziert werden.
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