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Die nichtpenetrierende tiefe Skleraresektion bei Offenwinkelglaukomen - eine retrospektive Untersuchung
1Hudde T., 1Gündüz G., 1Kremmer S., 2Heinz C., 3Steuhl K. P., 1Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde (Essen) 2Uni-Essen (Essen) 3Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts (Essen)
Hintergrund: Nichtpenetrierende Operationsverfahren bei Offenwinkelglaukomen finden in den letzten Jahren verstärkt Anwendung. Sie werden in der Literatur unterschiedlich bewertet. Wir haben deshalb alle 81 Augen (75 Patienten), an denen seit 1998 eine tiefe Skleraresektion durchgeführt wurde, untersucht. Methoden: Retrospektive Studie von Krankenunterlagen, ambulante Nachuntersuchungen und Telefonabfrage bei zuweisenden Augenärzten. Ergebnisse: Die Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 9,7 Monate (0-34 Monate). Erfolgreich (Tensio <21 mmHg ohne drucksenkende Medikation) waren 45 Operationen (davon 39 mit >30% Tensiosenkung; präoperativer IOD im Mittel 24,7 [10-59] mmHg; bei letzter Nachbeobachtung 12,6 [3-20]). Bei 17 Operationen konnte eine Tensio <21 mmHg nur mit drucksenkender Medikation erreicht werden. Als Misserfolge (weitere OP erforderlich: 16 zyklodestruktive Eingriffe, 4 Needling-Prozeduren, und/oder 2 Revisionen nach im Mittel 7,2 Monaten [0,5-31 Monate]) mussten 19 Operationen gewertet werden. Bezogen auf die Augen mit mindestens 6 Monaten Nachbeobachtungszeit waren 19/59 (32%) Misserfolge. Erfolgreich operierte Augen (Tensio <21 mmHg ohne Medikation) hatten in den ersten Tagen postoperativ im Mittel niedrigere Druckwerte (6,6 versus 10,3 mmHg). Hypotoniebedingte Komplikationen waren vorübergehende periphere Aderhautamotio in 8 Augen; ein positives Seidelphänomen wiesen 5 Augen auf. Schlussfolgerungen: Die nichtpenetrierende tiefe Skleraresektion ist komplikationsarm, jedoch sind häufig zusätzliche Medikamente bzw. Operationen für eine ausreichende Drucksenkung erforderlich.
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