Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Grubenpapille mit zentraler Netzhautabhebung und Makulopathie

Einbock W., Schnurrbusch U. E. K., Wiedemann P.,
Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Leipzig)

Hintergrund: Die Grubenpapille ist eine seltene (1:10000) kongenitale Anomalie der Papilla nervi optici, bedingt durch inkompletten Schluss des oberen Endes der embryonalen Fissur. Bei zirka zwei Dritteln der Patienten mit Grubenpapille entwickelt sich zwischen dem 2.-4. Lebensjahrzehnt eine Makulopathie und eine schisisartige zentrale Netzhautabhebung unklarer Genese.
Methode: Bei einem 29-jährigen Patienten, mit seit etwa einem Jahr allmählich zunehmender Visusminderung am linken Auge (Visus R 20/16; L 20/40) bestand links eine Grubenpapille sowie eine zentrale hochbullöse Netzhautabhebung mit deutlicher schisisartiger Spaltbildung der Netzhaut in der OCT-Untersuchung. Bei der durchgeführten Pars-plana-Vitrektomie füllte sich nach ICG-Injektion eine der zentralen Netzhautabhebung in der Größe entsprechende Kapsel vermutlich über die Papillengrube. Nach Entfernung der Kapselaußenhaut sowie einer ebenfalls gefärbten darunter liegenden Membran schien die Netzhaut zentral anliegend und es wurde eine SF6-Gastamponade angelegt.
Ergebnisse: 9 Monate postoperativ war der Visus L auf 20/25 angestiegen. Funduskopisch bestand weiter eine zentrale Abhebung der neurosensorischen Netzhautschichten sowie ein zystoides Makulaödem. Die OCT-Untersuchung ergab ebenfalls eine Abhebung des retinalen Pigmentepithels, was die gute Sehschärfe erklärt.
Schlussfolgerungen: Die vitreoretinale Grenzfläche scheint eine entscheidende Rolle in der Pathogenese der Makulopathie bei Vorhandensein einer Grubenpapille zu spielen. Weder in den postoperativen Autofluoreszenzaufnahmen noch in der elektronenmikroskopischen Untersuchung der operativ entfernten Gewebeteile ergab sich ein Nachweis auf gepeelte Lamina limitans interna. Differentialdiagnostisch handelt es sich bei den entfernten Membranen um durch rezidivierende Resorptionsvorgänge beziehungsweise chronische Umbauprozesse strukturell stark veränderte Gewebeteile. Weiterhin vorliegende Traktionskräfte zwischen Glaskörper und Netzhaut sowie die ungeklärte Genese der subretinalen Flüssigkeit bedingen die bislang unbefriedigenden therapeutischen Möglichkeiten.

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