Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Histologische Analyse des makulären Pigmentes in der menschlichen Fovea

1Spital G., 2van Kuijk E., 3Alexander R., 4Bird A. C., 3Luthert P., 1Pauleikhoff D.,
1St. Franziskus-Hospital, Augenabteilung (Münster)
2University of Texas, Medical Branch, Dept. of Ophthalmology and Visual Sciences (Texas)
3Institute of Ophthalmology (London)
4Institute of Ophthalmology, Moorfields Eye Hospital (London)

Hintergrund: Klinische Untersuchungen zeigten eine grosse interindividuelle Variation bezüglich sowohl der höchsten Konzentration als auch der räumlichen Verteilung des makulären Pigments. Um die klinischen Ergebnisse zu überprüfen, untersuchten wir in der vorliegenden Studie histologisch die Verteilung des Pigments in der menschlichen Retina.
Methode: Die Makula von 12 Spenderaugen unterschiedlichen Spenderalters wurde histologisch in 100µm Vibratom-Schnitten ohne vorherige Färbung direkt unter weißem Licht untersucht. Jeder Schnitt wurde photographisch dokumentiert.
Ergebnisse: Die Makula wies eine variable räumliche Verteilung des sichtbaren makulären Pigments bis zu einem Durchmesser von 400-900µm um die Fovea auf, ohne daß eine Korrelation zum Donoralter auffiel. Das Pigment fand sich hauptsächlich in der Henleschen Faserschicht der Fovea und zwischen den nucleären Schichten der Parafovea.
Schlußfolgerung: Histologisch zeigte sich eine große interindividuelle Variabilität der Verteilung des maculären Pigments, was die Ergebnisse bisheriger psychophysischer und klinischer Untersuchungen mittels Autofluoreszenzmessungen und Flicker-Photometrie bestätigt. Angesichts der variablen Verteilung des makulären Pigments erscheint eine reine Erfassung der höchsten optischen Dichte des makulären Pigments nicht geeignet, den Gehalt an makulärem Pigment richtig einzuschätzen. Die bevorzugte Lokalisation des makulären Pigments liegt in den inneren Netzhautschichten.

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