Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Darstellung perimetrischer Befunde auf mobilen Ausgabegeräten

1Jürgens C., 1Wiest S., 2Schiefer U., 2Burth R., 1Zell A.,
1Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Lehrstuhl Rechnerarchitektur, Universität Tübingen (Tübingen)
2Universitäts-Augenklinik Tübingen, Abt. für Pathophysiologie des Sehens und Neuroophthalmologie (Tübingen)

Hintergrund: Entwicklung einer Internet-Schnittstelle zur Abfrage und Darstellung perimetrischer Befunde auf mobilen Ausgabegeräten.
Methode: Grundlage dieser Arbeit ist eine anonymisierte Datenbank mit 3205 perimetrischen Befunden des Tübinger Automatik Perimeters (TAP). Das Untersuchungsraster besteht aus 191 Lokalisationen im zentralen 30° Gesichtsfeld. Auf einem Webserver stellt ein Java-Servlet die Verbindung zu dieser Datenbank für Suchanfragen aus dem Internet her. Die Antwort des Webserver auf Suchanfragen hängt vom anfragenden Gerät ab. In einem Internetbrowser sind über ein HTML-Formular gezielte Suchab-fragen nach Patienten-Id oder Befundgruppen möglich, das Suchergebnis wird als HTML-Tabelle dargestellt. Für mobile Ausgabegeräte wurde mit der Java 2 Micro Edition (J2me) eine eigene Softwarelösung entwickelt. Die Benutzeroberfläche ist hierbei für die momentan begrenzten Interaktions-Möglichkeiten mobiler Ausgabegeräte ausgelegt. Die Datenbankver-bindung stellt das http-Protokoll her, das eine Fernabfrage (z.B. per Mobil-telefon) ermöglicht. Die angefragten Datensätze lassen sich permanent auf den mobilen Geräten speichern, um einen Abruf offline zu ermöglichen.
Ergebnisse: Der Einsatz der Java-Technologie auf einem Webserver und auf mobilen Ausgabegeräten ermöglicht die kabellose Fernabfrage und Darstellung perimetrischer Befunde.
Schlussfolgerung: Unsere Entwicklung bildet die technische Grundlage für telemedizinsche Anwendungen (Ferndiagnostik, Weiterbildung und Tele-konsultation). Der derzeitige technische Stand der Mobilgeräte (Display, Übertragungsrate) schränkt diese Möglichkeiten erheblich ein. Der Zugriff auf personenbezogene Patientendaten erfordert die Implementierung einer Benutzerverwaltung mit Zugangskontrolle und verschlüsselter Übertragung.

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