Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Künstlicher Suprachoroidaler Shunt ohne Cyclodialyse

Engels B. F., Konen W.,
Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde (Köln)

Hintergrund: Ein frustraner Versuch einer filtrierenden Chirurgie ist bei Glaukompatienten häufig zu beobachten. Es zeigt sich ein teilweiser oder vollständiger Verlust der drucksenkenden Funktion über die Zeit. Der beobachtete Sachverhalt ist unabhängig vom Verfahren. Wir zeigen eine Abwandlung einer suprachoroidalen Drainage mit Implantation eines Siliconschlauches ohne Cyclodialyse.
Patienten und Methode: Wir operierten 31 Augen von 31 Patienten mit dysreguliertem Augeninnendruck nach bereits minimal zweimalig vorangegangener fistulierender Operation. Die operative Methode beruht auf der resorptiven Funktion des suprachoroidalen Spaltes. Wir implantierten einen Silikonschlauch von der skleralen Oberfläche, welcher die Vorderkammer mit dem suprachoroidalen Spalt verbindet. Zur Vermeidung von Hypotonien verschlossen wir in der Initialphase das Röhrchen mit Healon® und einem resorbierbaren Faden. Aufgrund dieser Maßnahme waren die Augeninnendruckwerte postoperativ denen der fistulierenden Chirurgie vergleichbar.
Ergebnisse: Bei 70% der Patienten konnte ein normaler Augeninnendruck noch nach 30 Wochen gemessen werden. (12,88 ± 5.17 mmHg; p<0.0005) Nach 52 Wochen hatten noch 60% einen regulierten Augeninnendruck. Es wurde keine zusätzliche Drucksenkende Therapie appliziert. Als Folge von Endothelkontakt wurden zwei Röhrchen entfernt. Trotzdem bestand auch hier über den Beobachtungszeitraum regulierter Augendruck. Bei nicht reguliertem Augeninnendruck über 20 mmHg oder erforderlicher Lokaltherapie wurde der Patient als Therapieversager eingestuft. In diesen Fällen wurde dann zumeist ein cyclodestruktiver Eingriff durchgeführt.
Schlussfolgerungen: Der Effekt unserer Methode ist in seinen Ergebnissen vergleichbar der Standardchirurgie, bei ebenso gering invasivem Manöver. Die Dauer der Funktionstüchtigkeit muß jedoch erst durch weitere Untersuchungen bestätigt werden.

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