Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Langzeitüberleben von Spenderepithelzellen nach homologer perforierender Limbo-Keratoplastik bei schwerster Limbusstammzellinsuffizienz

1Reinhard T., 1Kontopoulos T., 1Spelsberg H., 2Berschick P., 3Henke L., 1Sundmacher R.,
1Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitäts-Augenklinik (Düsseldorf)
2Landeskriminalamt NRW (Düsseldorf)
3Institut für Blutgruppenforschung (Köln)

Hintergrund: Die homologe perforierende Limbo-Keratoplastik wurde in den vergangenen 9 Jahren zur Rehabilitation von 48 Patienten mit schwerster Limbusstammzellinsuffizienz eingesetzt. Erstmals sollen hier Langzeitergebnisse präsentiert werden.
Patienten: Alle Patienten erhielten postoperativ systemisches Cyclosporin A und/oder systemisches Mycophenolatmofetil. Zwölf Patienten erhielten ein Transplantat mit maximal einem Mismatch und 13 Patienten mit 2 bis 6 Mismatches auf den HLA A, B und DR Loci. Bei 23 Patienten wurde untypisiert transplantiert. Zielparameter war das klare Transplantatüberleben unter Berücksichtigung des HLA-Matching. Sieben Patienten gaben ihr Einverständnis, epitheliale Transplantatabradate molekulargenetisch zu untersuchen.
Ergebnisse: Nach Kaplan und Meier waren 5 Jahre postoperativ 59% der Transplantate mit 0-1 HLA-Mismatches, 41% der Transplantate mit 2-6 HLA-Mismatches und 18% der untypisierten Transplantate klar (Log-Rank-Test, p=0,09). In 5 der 7 Epithelabradate war bei Nachbeobachtungszeiten von bis zu 56 Monaten DNA vom Spender nachweisbar.
Schlussfolgerungen: Erstmals konnte nicht nur vom klinischen Aspekt sondern auch molekulargenetisch ein langfristiges Überleben der transplantierten Limbusstammzellen nach homologer perforierender Limbo-Keratoplastik nachgewiesen werden. HLA-gematchte Transplantate wiesen tendentiell eine bessere Prognose auf als ungematchte Transplantate. Eine weitere Verbesserung der Ergebnisse wird sich voraussichtlich durch eine weitere Optimierung des Gewebe-Matching erreichen lassen.

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