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Verlauf von Refraktion, Keratometrie und Bulbuslänge nach Keratoplastik mit dem geführten Trepansystem (GTS®) bei Keratokonuspatienten
Italon C., Pieh S., Hanselmayer G., Kahraman G., Skorpik C., Dejaco-Ruhswurm I., Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Refraktive Ambulanz, AKH Wien (Wien)
Hintergrund: Nach penetrierender Keratoplastik bei Patienten mit Keratokonus wird ein kontinuierlicher myoper Shift beobachtet. Ziel dieser Studie war es, die möglichen Ursachen für diese Myopiezunahme zu untersuchen. Methode: Es wurden 30 Keratokonusaugen nach Keratoplastik mit dem geführten Trepansystem (GTS®) untersucht. Wir bestimmten die subjektive Refraktion 1, 3, 6, 12, und 24 Monate postoperativ. Zu allen diesen Zeitpunkten wurden die Keratometriewerte mittels eines topographischen Meßsystems ermittelt (TMS I). Die axiale Länge wurde mit einem Kontakt-Ultraschallmeßgerät (Ocuscan) sowohl präoperativ als auch 2 Jahre nach der Operation gemessen. Dabei wurden die Tiefe der Vorderkammer, die Linsendicke und die Glaskörperlänge berücksichtigt. Ergebnisse: Während des Untersuchungszeitraums zeigte sich ein kontinuierlicher myoper Shift. Das mittlere sphärische Äquivalent war ein Monat postoperativ 2.22±3.47 D und zwei Jahre postoperativ -1.02±2.65 D. Die Myopiezunahme war mit einer signifikanten Zunahme der mittleren Keratometriewerte von 41.72±2.96 D ein Monat postoperativ auf 43.77±2.29 D zwei Jahre postoperativ assoziiert (p=0.05). Insgesamt wurde keine signifikante Veränderung der axialen Bulbuslänge beobachtet. Hingegen kam es zu einer geringen, aber signifikanten Zunahme der Glaskörperlänge. Wie erwartet nahm die mittlere Vorderkammertiefe postoperativ signifikant ab (p<0.05). Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unserer Studie bestätigen einen kontinuierlichen postoperativen myopen Shift nach Keratoplastik bei Keratokonuspatienten. Die Myopiezunahme war vor allem mit der Zunahme der Keratometriewerte, d.h. einer kontinuierlichen Keratektasie, assoziiert. Dennoch scheint auch ein Wachstum der Bulbuslänge bei manchen Patienten zur Myopiesierung beizutragen.
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