Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Die faltbare torische MS 6116 mit rotationsstabilen Z-Haptiken zur Korrektur hoher Astigmatismen nach perforierender Keratoplastik

Kulus S. C., Taya K., Schmidt A., Koch H.-R.,
Klinik Dardenne, Praxis Prof. Koch, Augenklinik (Bonn)

Nach perforierender Keratoplastik resultieren bei einigen Patienten hohe Astigmatismen die zumeist durch optische Hilfen nicht korrigierbar sind. Zur Korrektur kommen der Excimerlaser (PRK, Lasik), astigmatismusverringernde Hornhautschnitte (arcuate Inzision, T-Cuts etc.) und torische Linsen bei Patienten mit Katarakt in Frage. Die MS 6116 wird bei stabilem Keratometer speziell für den Patienten gefertigt. Hierbei wurden bisher IOLs mit torische Stärken von 2 - 30 dpt gefertigt. Wir stellen unsere Ergebnisse mit der torischen MS 6116 vor. Im Zeitraum von 02/01 - 03/02 haben wir bei 6 Patienten nach Hornhautverpflanzung torische Linsen zur Korrektur der Hornhautastigmatismen im Rahmen der Kataraktchirurgie implantiert. 4 Patienten konnten nach durchschnittlich 195 Tagen (43 - 349 Tage) nachuntersucht werden. Der zylindrische Anteil der Linse lag im Bereich von +2,0 dpt bis +20,0 dpt. Der praeoperative Hornhautastigmatismus betrug 7,5 dpt (1,5 dpt - 12,5 dpt). Der postoperative subjektive Astigmatismus lag bei 2,4 dpt (0,5 dpt - 5,5 dpt). Zur statistischen Auswertung der Daten wird eine multivariate Analyse mit Darstellung der Ergebnisse mit „double angle plots“ verwendet. Der Visus stieg im Mittel von 0,3 auf 0,5. Bei einer Patientin änderte sich die Keratometrie 2 Wochen post-OP massiv bei stabiler IOL-Lage. Der subjektive Astigmatismus stieg von -0,5 auf -8,0 dpt. Bei keinem Patienten lag die IOL-Achse um mehr als 10° vom Sollwert. Die Achslage änderte sich postoperativ um durchschnittlich 5° (3° - 7°). Bei allen Patienten konnte die verbleibende Fehlsichtigkeit mit einem Brillenglas ausgeglichen werden. Spezialanfertigungen der MS 6116 eignen sich gut und zuverlässig zur Korrektur extremer Astigmatismen nach perforierender Keratoplastik. Die Keratometrie kann sich auch Monate nach Entfernung der Fäden noch deutlich ändern.

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