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24-Stunden-Blutdruckmessung bei Normaldruckglaukom, primärem Offenwinkelglaukom und gesunden Probanden
Daneljan L., Plange N., Kaup M., Remky A., Arend O., RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)
Ziel: Arterielle Hypotonie sowie Hypertonie sind bekannte Risikofaktoren für Entstehung und Progression der glaukomatösen Optikopathie. Niedriger Blutdruck, besonders mit Episoden eines Druckabfalls kann direkt und unmittelbar zu einer kritischen Durchblutung führen und ein Glaukom bzw. eine Progression mitverursachen. In dieser Untersuchung wurden Blutdruckwerte von Patienten mit Normaldruckglaukom (NDG), primärem Offenwinkelglaukom (POWG) und einer Referenzpopulation mit Hilfe der 24-Stunden-Messung bestimmt. Methode: Wir untersuchten 35 Patienten mit NDG (13m, 22w, mittleres Alter 64 ±8 Jahre), 26 Patienten mit POWG (11m, 15w, mittleres Alter 65 ±11 Jahre) und 15 gesunde Probanden (7m, 8w, mittleres Alter 53 ±17). Von den Blutdruckwerten der halbstündlichen 24 Stunden Blutdruckmessung (SpaceLabs Medical, Inc.) wurden die systolischen, diastolischen und mittleren arteriellen Druckwerte des Tages (8 bis 20 Uhr) und der Nacht (0 bis 6 Uhr) gemessen. Der nächtliche Blutdruckabfall (dip) wurde für die Druckwerte in Prozent ermittelt. Es wurden die Mittelwerte sowie Standardabweichungen (SD) und Variationskoeffizienten (VK) als Parameter der Blutdruckschwankungen bestimmt. Ergebnisse: Patienten mit POWG und NDG unterschieden sich nicht signifikant in nächtlichem Blutdruckabfall (dip) von der Referenzpopulation. Am Tag hatten Patienten mit NDG und in der Nacht Patienten mit NDG und POWG signifikant höhere Mittelwerte der diastolischen und mittleren arteriellen Blutdruckwerte als das Referenzkollektiv (p<0.05). Keinen signifikanten Unterschied der Gruppen zeigten die systolischen Blutdruckwerte sowie die SD und VK aller Blutdruckwerte am Tag. Bei Patienten mit NDG und POWG konnten in der Nacht signifikant höhere SD des diastolischen Blutdruckes nachgewiesen werden (p<0.05). Zusammenfassung: Patienten mit NDG und POWG haben in der Nacht eine erhöhte Variabilität für den diastolischen Druck bei gegenüber dem Referenzkollektiv signifikant höheren Mittelwerten des diastolischen und mittleren arteriellen Blutdruckes. Möglicherweise spielen nächtliche Schwankungen des diastolischen eine Rolle bei der Entstehung oder Progression der glaukomatösen Optikusatrophie bei NDG und POWG.
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