Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Eine modifizierte parazentesegängige Kapselpinzette für die vordere und hintere Kapsulorhexis bei Kindern

Schmitz K., Behrens-Baumann W.,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitäts-Augenklinik (Magdeburg)

Hintergrund: Aufgrund gegenüber der senilen Linsenkapsel veränderter Gewebeeigenschaften der kindlichen Kapsel (höhere Rigidität und Elastizität) ist in der pädiatrischen Katarakt-Chirurgie ein angepasstes Vorgehen bei der Kapsulorhexis erforderlich.
Methode: Es wurde eine spezielle Kapselpinzette für die pädiatrische Katarakt-Chirurgie entwickelt. Zum einen erlaubt sie durch ihre Parazentesegängigkeit die Durchführung der Kapsulorhexis unter stabilen, tiefen Vorderkammerverhältnissen. Durch Modifikation der Fassplatten gewährt sie zum anderen eine kontrollierte Führung der Rhexis ohne die gefasste Kapsel zu torquieren. Beide Faktoren sind wichtig zur Verhütung eines Auslaufens der Rhexis zum Äquator.
Ergebnisse: Die inzwischen routinemäßig eingesetzte Kapselpinzette erlaubt die reproduzierbare Durchführung einer kontrollierten Kapsulorhexis sowohl der Vorder- als auch der Hinterkapsel auch unter den bekanntermaßen erschwerten Bedingungen bei Kindern.
Schlussfolgerungen: Im weiten Problemfeld der pädiatrischen Katarakt-Chirurgie kann durch die dargestellte modifizierte Kapselpinzette ein Risikofaktor für intra- und postoperative Komplikationen, die im Zusammenhang mit einer nicht intakten Kapsulorhexis stehen, in seiner Bedeutung reduziert werden.

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