Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Entfernung von Epikeratophakielentikeln mit Implantation intraokularer Linsen

1Bleckmann H., 2Schnoy N., 3Keuch R.,
1Schloßpark-Klinik, Abteilung Augenheilkunde (Berlin)
2Pathologisches Institut, Krankenhaus Spandau (Berlin)
3Schlosspark-Klinik, Augenabteilung (Berlin)

Hintergrund: Die Epikeratophakie galt vor über zehn Jahren als geeignete Methode zur Korrektur von Myopie, Hyperopie einschliesslich Aphakie sowie Keratokonus und Pterygium. Eine wesentliche Komplikation dieses Verfahrens war die Ausbildung eines verstärkten Interface zwischen der deepithelisierten Bowman des Empfängers und des Lentikels.
Methode: Bei einer 50 jährigen Frau mit hoher Myopie und ausgeprägtem Interface sowie fortgeschrittener Katarakt und einer weiteren 52 jährigen Frau nach intrakapsulärer Aphakie und deutlichem Interface wurden die Lentikel entfernt. Nach Epithelisierung der originären Bowman Membran wurde einmal eine extrakapsuläre Kataraktextraktion mit Implantation einer IOL bzw. eine sklerafixierte IOL zum Refraktionsausgleich verwandt.
Ergebnisse: Die Hornhäute beider Patientinnen waren auch nach einer Tragezeit von 15 Jahren klar und das Interface nach Entnahme der Lentikel nicht mehr nachzuweisen. Die Histologie wies eine normale Anzahl von Keratozyten auf, die nach Form und Struktur unauffällig erschienen. Die K-Werte zeigten nach der Entfernung des Lentikes vorübergehend eine deutliche Abnahme, bedingt durch die Eröffnung der zur Lentikelfixation präparierten Trepanschnitte. Hieraus resultierte bei einer Patientin eine fehlerhafte Berechnung der intraokularen Linse.
Schlussfolgerungen: Die Keratolensabtragung nach Epikeratophakie hinterließ bei beiden Patientinnen eine klare Hornhaut. Eine Refraktionskorrektur durch intraokulare Implantate war möglich und zielgenau, sobald die Trepanschnitte die K-Werte nicht mehr veränderten.

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