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Primäre Trabekulektomie bei unkomplizierten Glaukomformen: Postoperative, niedrig-dosierte Mitomycin-Applikation
1Mietz H., 1Jacobi P. C., 1Jonescu-Cuypers C., 2Welsandt G., 1Krieglstein G. K., 1Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde (Köln) 2Universität zu Köln, Zentrum für Augenheilkunde, Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (Köln)
Hintergrund: Die Studie wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit einer post-operativen, lokalen Applikation von Mitomycin nach Trabekulektomien bei Fällen von unkomplizierten Glaukomformen zu untersuchen. Methoden: Dies ist eine prospektive, randomisierte klinische Studie. Zweiundvierzig konsekutive Patienten wurden in die Untersuchung aufgenommen. Es erfolgte ein standard-mäßige Trabekulektomie. In Gruppe 1 wurde Mitomycin an den drei postoperativen Tagen lokal auf die Bindehaut gegeben. In Gruppe 2 wurde kein Mitomycin appliziert. Insofern konnte der Operateur tatsächlich nicht wissen, in welcher Gruppe der Patient war, da dies erst postoperativ festgelegt wurde. Ergebnisse: Genügend Informationen der Verlaufsbeobachtung konnten je von allen Patienten der beiden Gruppe gewonnen werden. Die Nachbeobachtungszeit betrug 8,5 und 8,7 Monate (Gruppen 1, 2). Der mittlere intraokulare Druck reduzierte sich von 30,5 auf 14,8mmHg in Gruppe 1 und von 23,7 auf 16,3mmHg in Gruppe 2. Die mittlere Anzahl der benötigten antiglaukomtösen Medikamente reduzierte sich von 2,3 auf 0,1 und 2,3 auf 0,7 Medikamente (p=0,02; t-test). Komplikationen waren nicht signifikant unterschiedlich zwischen den beiden Gruppen. Der Anteil der Patienten, die keine weitere Therapie benötigte (kompletter Erfolg bezüglich des Augeninnendruckes) war in der Mitomycin-behandelten Gruppe höher. Kommentar: Die post-operative Applikation von Mitomycin hat die Anzahl der Komplikationen nicht erhöht. Die Frequenz der notwendigen postoperativen drucksenkenden Lokaltherapie war niedriger als in der nicht behandelten Gruppe. Eine routinemäßige postoperative Applikation von Mitomycin ist zu diskutieren.
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