Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Indozyanin-Grün beeinflusst das funktionelle Ergebnis nach Chirurgie bei Makulaforamen

Gass C. A., Haritoglou C., Schaumberger M., Kampik A.,
Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinikum Innenstadt, Augenklinik (München)

Hintergrund: Vergleich der funktionellen Ergebnisse nach anatomisch erfolgreicher Makulaforamenchirurgie mit und ohne Anfärbung der Lamina limitans interna (LLI) mittels Indozyanin Grün (ICG).
Methode: Das funktionelle Ergebnis (Goldmann Perimetrie, Visus) von Patienten nach ICG-Applikation (Gruppe 2, n = 18) wurde retrospektiv untersucht. Die Ergebnisse wurden mit einer konsekutiven Gruppe vor (Gruppe 1, n = 22) und nach (Gruppe 3, n = 17) der Einführung von ICG in unserer Klinik verglichen. Unsere Operationstechnik wurde - außer der Anwendung von ICG - nicht verändert. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS für Windows.
Ergebnisse: Präoperativ bestand zwischen den drei Gruppen kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich des bestkorrigierten Visus (Median 0,2; p > 0,5). Der Median des postoperativen Visus stieg in beiden Gruppen ohne ICG-Anwendung auf 0,5 an (Zeilengewinn 4,5 Zeilen in Gruppe 1 bzw. 5 Zeilen in Gruppe 2). Bei Patienten nach ICG-assistierter Vitrektomie blieb die zentrale Sehschärfe im Mittel unverändert. Der Unterschied zwischen den Gruppen war statistisch signifikant (p < 0,001). Die Nachuntersuchungszeit betrug bei allen Gruppen im Median 6 Monate, alle Patienten waren pseudophak. Gesichtsfelddefekte traten nur nach ICG-Anwendung auf (Gruppe 2, n = 9/18).
Schlussfolgerungen: ICG beeinflußt das funktionelle Ergebnis nach Makulaforamenchirurgie. Der zugrunde liegende Pathomechanismus bleibt unklar. Unter Berücksichtigung der vorgestellten Daten können Änderungen in unserer Operationstechnik als schädigende Ursache ausgeschlossen werden.

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