Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

Aktuelle Tagungsinformationen
   News and Updates

Anmeldung zur Tagung
   Registration
Hotelbuchung
   Hotel Registration
Grußwort
   Welcome address
Beteiligte Gesellschaften
   Societies involved
Eröffnung des Kongresses
   Opening Ceremony
Preise
   Awards
Wissenschaftliches Programm
   Scientific program
Posterpräsentationen
   Poster Presentation
Kurse
   Courses
Begleitende Veranstaltungen
   Collateral Events
Rahmenprogramm
   Social program
Jubiläumsparty
   Jubilee Party
DOG Information
   DOG Information
Allgemeine Informationen
   General Information
Autorenindex
   Index of Authors
Ausstellerliste
   Exhibitors
Sponsoren
   Sponsors
Teilnahmegebühren
   Registration fees
Impressum



DOG Homepage

Zur Differentialdiagnose und Therapie infiltrativer Orbitatumoren bei 43 Patienten

1Holbach L., 2Kottler U. B., 1Müller E., 3Kirchner T.,
1Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
2Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Universitäts-Augenklinik (Erlangen)
3Friedrich-Alexander-Universität, Pathologisches Institut (Erlangen)

Hintergrund: Lymphoproliferative Tumoren und nicht-spezifische orbitale Entzündungen (NSOE bzw. Pseudotumor orbitae) gehören zu den häufigsten Varianten infiltrativer Orbitatumoren. Bei 43 Patienten wurden die Ergebnisse retrospektiv ausgewertet.
Patienten und Methoden: Bei 25 Patienten mit lymphoproliferativen Tumoren sowie bei 15 von 18 Patienten mit NSOE wurde die klinische Diagnose bioptisch verifiziert. Die Zugänge für inzisionale Biopsie und chirurgische Tumorvolumenreduktion erfolgten bei 37 Patienten durch vordere (transkonjunktivale oder transseptale) Orbitotomie, bei 2 durch laterale Orbitotomie sowie einmal im Rahmen einer lidaussparenden Exenteratio orbitae.
Ergebnisse: Bei den lymphoproliferativen Tumoren handelte es sich bei 17 Patienten um Marginalzonen-B-Zell-(MALT) Lymphome, bei 4 um diffuse großzellige B-Zell-Lymphome, bei 2 um reaktive lymphoide Hyperplasien, jeweils einmal um ein extraossäres Plasmozytom bzw. Follikelzentrum-Lymphom. Bei 15 Patienten mit chronischer NSOE lagen folgende Varianten vor: 12x lymphoplasmazellulär/sklerosierend, 1x granulomatös, 1x eosinophil, 1x nekrotisierend. Häufigste Symptome/Befunde in absteigender Häufigkeit: 1. Knoten/Schwellung, 2.Druckgefühl/Exophthalmus, 3.Motilitätseinschränkung/Sehverschlechterung.
Schlussfolgerungen: Die bioptische Diagnosesicherung war bei allen Patienten mit lymphoproliferativen Prozessen von diagnostischer und therapeutischer Bedeutung. Bei vielen Patienten mit NSOE und ausgeschlossener akuter Optikusbedrohung erwiesen sich chirurgische Exzision und Tumorvolumenreduktion, meist in Kombination mit einer nachfolgenden immunsuppressiven Behandlung, als sichere und effektive Option.

Zurück/Back