Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Morbus Purtscher: Visusprognose und Differentialdiagnose

Otto T. M., Schmidt D.,
Albert-Ludwigs-Universität, Augenklinik (Freiburg)

Hintergrund: Ursache für eine hochgradige Sehschwäche nach schwerem Thorax- oder Schädeltrauma ist ein Morbus Purtscher (gelb-weiße, polygonale Flecke der Retina, cotton-wool-Flecke, fleck- und streifenförmige Blutungen). Die Visusprognose wird in der Literatur unterschiedlich dargestellt.
Patienten: Zehn Patienten (Alter 21-65 Jahre) mit klassischen Zeichen eines M. Purtscher nach einem Verkehrsunfall wurden im Verlauf beobachtet.
Ergebnisse: Die Sehschärfe betrug kurz nach dem Unfall im Mittel 0,1 (zwischen Handbewegungen und 0,4). Der Endvisus nach Monaten lag im Mittel bei 0,6 (zwischen 0,1 bis 0,9). Differentialdiagnose: Bei drei weiteren Patienten bestanden nach schwerem Polytrauma atypische Fundusveränderungen, die zunächst irrtümlicherweise als M. Purtscher gedeutet wurden, jedoch nicht das typische Bild zeigten: Zentralarterienverschluß, traumatische Optikusatrophie, traumatisches Makulaödem.
Schlussfolgerungen: Trotz schwerem initialem Netzhautbefund ist die Visusprognose des Morbus Purtscher in der Regel günstig.

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