Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Nachweis eines sehbahnbedingten Gesichtsfeldausfalls mittels funktioneller Kernspintomographie

1Spang K., 2Hildebrandt H., 3Diehl V., 3Terwey B., 1Fahle M.,
1Institut für Human-Neurobiologie, Universität Bremen (Bremen)
2Zentralkrankenhaus Bremen-Ost, Neuropsychologie (Bremen)
3Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Str., Radiologie (Bremen)

Kleine strukturelle Defekte des visuellen Nervensystems können sich dem Nachweis mittels objektivierbarer klinischer Methoden entziehen und dennoch ausgedehnte Gesichtsfelddefekte verursachen. Es sollte die Möglichkeit untersucht werden, solche Defekte mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie (fMRI) nachzuweisen, da diese Methode zur Zeit die beste Möglichkeit zu bieten scheint, zwischen organisch und "funktionell" bedingten Gesichtsfeldausfällen insbesondere der Gesichtsfeldperipherie zu unterscheiden. Durch fMRI können die Veränderungen der lokalen zerebralen O2 Konzentration im ZNS nachgewiesen werden und so Bereiche des visuellen Cortex entdeckt werden, die ihre Aktivität bei Darbietung von Reizmustern nicht erhöhen. Ein Patient mit einer umschriebenen Läsion des linken Corpus Geniculatum Laterale, die einen ausgedehnten rechtsseitigen Gesichtsfeldausfall verursachte, wurde mit Hilfe dieser Methode untersucht. Die Ergebnisse der fMRI Untersuchungen zeigten eine ausgeprägte Differenz zwischen der visuellen Reizung der linken und der rechten Gesichtsfeldhälfte. Während Reizdarbietung in der linken Gesichtsfeldhälfte eine starke Aktivitätserhöhung des rechten visuellen Cortex bewirkte, war die Aktivierung des linken visuellen Cortex bei Reizdarbietung in der rechten Gesichtsfeldhälfte weit weniger stark ausgeprägt. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die funktionelle Kernspintomographie als Nachweismethode von Funktionseinbußen wie beispielsweise Gesichtsfeldausfällen geeignet ist.

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