Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Brachytherapie des Retinoblastoms mit einem neuen größenreduzierten Ruthenium-106 Applikator

1Schüler A., 1Jurklies C., 1Anastassiou G., 2Fluehs D., 2Sauerwein W., 3Bornfeld N.,
1Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde (Essen)
2Universität-Gesamthochschule Essen, Strahlenklinik (Essen)
3Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. Hinterer Augenabschnitt (Essen)

Einleitung: In die Brachytherapie des Retinoblastoms wurde ein neuer Ruthenium-106 Applikator eingeführt. Im Vergleich zum bisher kleinsten konventionellen Applikator hat der neue Strahlenträger hat einen um 20% reduzierten Bestrahlungdurchmesser (8 mm). Ziel der Größenreduzierung der Bestrahlungsfläche war eine Minimierung des bestrahlten Volumens zur Reduzierung radiogener Nebenwirkungen.
Methode: Zwischen Jan. 2000 und Dezember 2001 wurden mit dem neuen Strahlenträger 13 Tumoren bei 11 Kindern mit hereditärem Retinoblastom behandelt. Die Therapie erfolgte dabei in 10 Fällen bei Lokalrezidiven nach initialer Kryo- oder Laserkoagulation. Das mittlere Alter der Kinder betrug 1.4 ± 1.0 Jahre. Die Tumoren hatten einen mittleren Durchmesser von 2.9 ± 0.9 mm bei einer mittleren Tumorhöhe von 1.5 ± 0.3 mm. Der mittlere Abstand zum Papille betrug 6.8 ± 2.5 PD. Die mittlere Tumorspitzendosis lag bei 74.2 ± 7.8 GyE (geplant: 70 GyE) bei einer Sklerakontaktdosis von 208 ± 32 GyE.
Ergebnisse: Intraoperativ war die Plaziertung und Lokalisierung der Applikators über dem Tumor problemlos möglich. Während der Appikatorliegezeit sowie postoperativ traten keine therapiebedingten Komplikationen auf. Die mittlere Applikatorliegezeit betrug 33.8 ± 8.3 Stunden. Während der Nachbeobachtungszeit von 1.2 ± 0.6 Jahren zeigten alle Tumoren nach 3.5 ± 2.1 Monaten eine vollständige Regression. Strahlenbedingte Nebenwirkungen traten in keinem Fall auf.
Schlussfolgerungen: Mit dem neuen 8 mm Ruthenium Strahlenträger können solitäre Retinoblastome sicher behandelt werden. Vorteil des neuen Strahlenträgers ist eine signifikante Reduzierung der Gesichtsfelddefekte.

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