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| Programm & Abstracts "Innovationen in der Augenheilkunde" | |
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Notwendigkeit und Grenzen der Hornhauttransplantationen in Afrika Herz E.,
Die weitaus häufigste Erblindungsursache in der Dritten Welt durch Trübung der brechenden Medien ist die Katarakt. Deshalb bleiben die Visusverschlechterungen durch Hornhauttrübungen oft unberücksichtigt. Außerdem wird dieses Problem auf Grund der Tatsache, dass im Land keine Transplantate zur Verfügung stehen, prinzipiell verdrängt. Vereinzelt reisen zahlungskräftige Patienten nach Europa oder in Ausnahmefällen nach Kenia, um sich einer Keratoplastikoperation zu unterziehen. Im März diesen Jahres besuchte ein Team der Univ.-Augenklinik Halle (Ophthalmochirurgen, OP-Schwester, Anästhesisten, Medizintechniker) die Augenklinik in Bafoussam (Kamerun). Es war geplant, bei ausgewählten Patienten Hornhauttransplantationen durchzuführen. Aus ethischen und juristischen Gründen war es weder möglich in Kamerun Hornhäute zu explantieren, noch die Transplantate aus Deutschland mitzunehmen. Die Lions Eye Bank in Seattle (USA) stellte 6 Transplantate zur Verfügung. Bei den 6 Patienten handelte es sich in 4 Fällen um Kinder/Jugendliche mit beidseits ausgeprägtem Keratokonus. In einem Fall wurde bei einem Erwachsenen das letzte Auge bei bullöser Keratopathie operiert und bei 6 Patientin war eine Keratoplastik á chaud wegen eines vor der Perforation stehenden Ulkus notwendig. Da es sich um die ersten Hornhauttransplantationen in Kamerun handelte, musste entsprechend den Möglichkeiten improvisiert werden. Unter Einbeziehung der vor Ort tätigen Kollegen konnten alle 6 Transplantationen durch das Team erfolgreich durchgeführt werden. Bei entsprechend sorgfältiger Vorbereitung sind auch in Afrika Hornhauttransplantationen erfolgreich durchzuführen. Neben der kritischen Indikationsstellung sind genaue Richtlinien für die postoperative Nachbehandlung durch die Kollegen vor Ort festzulegen. Durch das schrittweise Einarbeiten der einheimischen Kollegen können so auch ausgewählte Patienten in dieser Region operiert werden und diese Behandlung bleibt nicht nur Zahlungskräftigen, die sich diesen Patiententourismus leisten können, vorbehalten. |
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