Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Bedeutung von Endothelin-1 beim Pseudoexfoliations-Syndrom und Pseudoexfoliations-Glaukom

Schlötzer-Schrehardt U., Küchle M., Jünemann A., Naumann G. O. H.,
Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)

Hintergrund: Das Pseudoexfoliations (PEX)-Syndrom stellt einen wesentlichen Risikofaktor für Glaukome sowie für okuläre und systemische vaskuläre Komplikationen dar. Da das Endothelin (ET)-System entscheidend an der Regulation von Perfusion und Augeninnendruck beteiligt ist, untersuchten wir die Rolle von ET-1, eines hochwirksamen Vasokonstriktors, und seiner spezifischen Rezeptoren ETA und ETB in der Pathogenese des PEX-Syndroms und PEX-Glaukoms.
Methoden: Die Konzentration von ET-1 im Kammerwasser und Plasma von jeweils 20 Patienten mit PEX-Syndrom, PEX-Glaukom, primärem Offenwinkelglaukom (POWG) und Katarakt wurde mittels eines Immunoassays bestimmt; die Proteinexpression von ET-1, ETA und ETB in okulären Geweben von PEX- und Kontrollpatienten wurde immunhistochemisch analysiert.
Ergebnisse: Während die Plasmaspiegel von ET-1 (1,4-1,7 pg/ml) keine signifikanten Unterschiede zeigten, waren die Konzentrationen im Kammerwasser von Patienten mit PEX-Syndrom (9,4±3,5 pg/ml), PEX-Glaukom (12,7±3,9 pg/ml) und POWG (13,4±4,2 pg/ml) gegenüber Patienten mit Katarakt (6,5±1,3 pg/ml) signifikant erhöht. ET-1 konnte in allen okulären Geweben, am prominentesten in vaskulären Endothelzellen und glatten Muskelzellen, aber auch im Trabekelendothel und im Ziliarepithel lokalisiert werden. ETA- und ETB-Rezeptoren liessen eine weitverbreitete, aber differentielle Expression in okulären Geweben erkennen, wobei sich der ETA-Rezeptor durch eine vorwiegend cytoplasmatische, der ETB-Rezeptor durch eine primär nukleäre Lokalisation auszeichnete. In PEX-Augen zeigte sich vor allem eine deutlich verstärkte Immunreaktion für ET-1 und beide Rezeptortypen im Irisstroma und in der Wand der Irisgefässe.
Schlussfolgerungen: Während sich kein Zusammenhang zwischen Plasma-ET-1 und den kardiovaskulären Komplikationen bei PEX-Patienten abzeichnete, scheinen sowohl die signifikant erhöhte ET-1 Konzentration im Kammerwasser und die verstärkte Expression von ET-1 und seiner Rezeptoren in der Iris von Patienten mit PEX-Syndrom/Glaukom eine Rolle bei der Glaukomentwicklung und der charakteristischen PEX-Vaskulopathie der Iris zu spielen.

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