Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Ablationsverhalten verschiedener Hornhautschichten beim Gewebeabtrag mit dem Excimer-Laser

1Genth U., 2Huebscher H.-J., 1Richter G., 1Pillunat L. E.,
1Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Dresden)
2Helios-Klinikum Berlin-Buch, Augenklinik (Berlin)

Hintergrund: Moderne flying-spot Laser erzeugen während der Ablation aufgrund ihrer Abfolge der spot-Position lokal unterschiedliche Ablationsfrequenzen. Ziel der Studie war es, das Abtragverhalten großflächiger Ablationen konstanter Ablationsfrequenz mit dem von flying-spot Lasern und variierender Ablationsfrequenz zu untersuchen.
Methode: An 147 intakten Schweineaugen wurden Excimer Laser Ablationen (Schwind Keratom II, Kleinostheim) mit einem Durchmesser von 2, 6 und 8 mm durchgeführt. Die Ablationsfrequenz wurde von 5 Hz bis 30 Hz in jeweils 5-Hz-Schritten variiert und für jede Parameterkombination wurden 6 Ablationen durchgeführt. Es erfolgte eine interferometrische Hornhautdickenmessung kontinuierlich während des Abtrages mit einer Meßfrequenz von 14 Hz und einer Auflösung von 0,58 µm. Die Ablationsrate wurde durch multiple lineare Regressionsanalyse der Hornhautdicke über der Pulsanzahl ermittelt.
Ergebnisse: Die über das gesamte Stroma gemittelte Abtragrate (Mittel 0,34±0,04 µm/Puls) von 121 Augen korrelierte (Pearson: r=0,515; Duncan-Test) mit der initialen Hornhautdicke (Mittel 1058±201 µm). Die Ablationen mit 5 Hz differierten signifikant (p=0,05) von denen mit 30 Hz (Scheffé und Duncan-Test), im Ablationsdurchmesser fanden sich keine signifikanten Unterschiede. Die Ablationen niederer Repetitionsfrequenz (5 und 10 Hz) wiesen wellenförmige Variationen (bis zu 2 Zyklen im gesamten Stroma) in den Abtragraten (bis 42%) auf. In 42 von 108 Ablationen zeigte sich ein signifikanter Anstieg der Ablationsrate im tieferen Stroma, ein signifikanten Abfall der Ablation fand sich in 6 Fällen.
Schlussfolgerungen: Im Hornhautstroma absorbiert Kollagen die 193nm-Strahlung. Da Wasser nur sekundär UV-absorbierend wirkt, verändert die Hydratation des Stromas die Ablationsrate. Unter der Annahme eines konstanten Kollagengehaltes würde die lineare Korrelation der Hornhautdicke mit der Hydratation die Abhängigkeit der Ablationsrate mit der Hornhautdicke erklären. Eine mögliche Erklärung der Variation der Ablationsrate bei niederen Frequenzen wären lokale Inhomogenitäten der Hydratation, hervorgerufen durch die Schockwellen des Ablationsprozesses. Aufgrund der Abhängigkeit der Ablationsrate von der Repititionsrate sollte die zeitliche und örtliche Verteilung des flying-spot gleichmäßig erfolgen.

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