Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Astigmatismusentwicklung im Langzeitverlauf nach clear-cornea und sklerokornealer Incision bei Kataraktoperation mit Silikonlinsenimplantation

1Cordes A. K., 2Behrendt S., 3Duncker G. I. W., 4Wiechens B.,
1RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)
2Augenklinik Rendsburg (Rendsburg)
3Martin-Luther-Universität, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Halle/Saale)
4Klinikum Hannover Nordstadt, Augenklinik (Hannover)

Hintergrund: Zur Erzielung einer hohen Patientenzufriedenheit nach Kataractoperation ist es notwendig die astigmatischen Folgen der Operation zu minimieren. In der vorliegenden Arbeit werden zwei unter-schiedliche Inzisionsorte bei gleicher Inzisionsbreite prospektiv verglichen.
Methode: Insgesamt 86 Augen wurden randomisiert auf zwei Untersu-chungsgruppen verteilt, die in Skleratunnel-Technik oder in Clear-Cornea-Technik operiert wurden. Durch eine 3,5 mm Breite Inzision bei 12h ist eine faltbare Silikonlinse implantiert worden. Die Kontrolluntersuchungen erfolgten zwei Tage und ein halbes Jahr postoperativ.
Ergebnisse: Der induzierte Astigmatismus wurde nach der Formel von Seiler und Wollensak berechnet und mit Hilfe des Wilcoxon-Tests für verbundene Stichproben ausgewertet. In Bezug auf den Gesamtastigmatismus konnte gezeigt werden, dass beide Operationsmethoden einen im Langzeitverlauf rückläufigen statistisch nicht unterschiedlichen Astigmatismus induzieren. Nach Analyse der Achslagenveränderung durch Vektorzerlegung in Astigmatismus mit und gegen die Regel konnte in der Skleratunnel-Gruppe nach 2 Tagen ein signifikant geringerer Astigmatismus mit der Regel gezeigt werden (p<0,0001). Umgekehrt konnte bei der Gruppe der in Clear-Cornea-Technik operierten Patienten ein signifikant geringerer Astigmatismus gegen die Regel gezeigt werden (p<0,0001). Bei der Kontrolle ein halbes Jahr postoperativ können keine statistisch signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen: Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sind beide Operationsmethoden, im Langzeitverlauf als gleichwertig anzusehen.

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