Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Nicht-invasive Visualisierung retinaler Ganglienzellen der Ratte

1Banaskiewicz R., 1Knop C., 2Bayer A. U., 3Behrens-Baumann W., 1Vorwerk C. K.,
1Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Forschungslabor II (Magdeburg)
2The Mount Sinai Medical Center, Department of Ophthalmology (New York)
3Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitäts-Augenklinik (Magdeburg)

Hintergrund: Ein histologisches Merkmal des Glaukoms ist der progressive Verlust retinaler Ganglienzellen (RGZ) und die damit verbundene Visusverschlechterung. Die moderne Forschung konzentriert sich auf die Evaluierung von Tiermodellen, die eine Untersuchung von histologischen und pathophysiologischen Vorgängen beim experimentellen Glaukom erlaubt. Bisher ist eine quantitative Auswertung des RGZ-Verlustes nur nach Beendigung des Experiments, d.h. der Gewebeentnahme und histologischen Aufarbeitung durchführbar. Verlaufskontrollen hinsichtlich des RGZ-Verlustes beim ein und dem selben Tier sind daher nicht möglich.
Methode und Ergebnisse: Für alle Experimente wurden Wistar-Ratten mit einem Gewicht von ca. 250-300g verwendet. Durch Injektion von Fluorogold in den colliculus superior der Ratte konnte eine retrograde Markierung von ungeschädigten RGZ erreicht werden. Mit Hilfe eines Stereomikroskopes der Firma Leica (MZ FLIII), welches mit einer Fluoreszenzeinrichtung ausgestattet ist, können definierte Bereiche der Retina am lebenden Versuchstier dargestellt werden. Die optische Auflösung ermöglicht die Identifikation einzelner RGZ und deren Quantifizierung zu verschiedenen Zeitpunkten ohne Gewebeentnahme. Kommt es zur Schädigung und Verlust von RGZ durch experimentelle Einflüsse, sind diese nicht mehr mikroskopisch in der RGZ-Schicht nachweisbar. Mit einem digitalem Videosystem können Ausschnitte der Retina mit markierten Ganglienzellen zu verschiedenen Zeitpunkten gewonnen und anschließend verglichen werden.
Schlussfolgerungen: Die vorgestellte Methode erlaubt eine zeitliche Zuordnung des RGZ-Verlustes nicht invasiv und in vivo bei ein und dem selben Versuchstier. Dadurch können besonders nach selektiver Quetschung des Sehnerven, intraokularer Glutamatschädigung oder intraokularer Druckerhöhung wertvolle Informationen über den zeitlichen Verlauf der RGZ-Schädigung im Tierexperiment gewonnen werden.

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