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Vergleich von hydrophoben Acrylat- mit PMMA-Hinterkammerlinsen im Kindesalter
Küchle M., Gusek-Schneider G. C., Friedrich-Alexander-Universität, Augenklinik (Erlangen)
Hintergrund: Vergleich der Ergebnisse hydrophober Acrylat- mit PMMA-Hinterkammerlinsen (HKL) bei der Kataraktchirurgie im Kindesalter. Methode: In einer retrospektiven Vergleichsstudie wurden 28 Kataraktoperationen eines Operateurs bei Patienten zwischen 1 und 17 Jahren analysiert. Bei je 14 Patienten wurden hydrophobe Acrylat-HKL (Alcon Acrysof MA 60 BM) bzw. einstückige PMMA-HKL (Pharmacia) in den Kapselsack implantiert. Es wurde jeweils ein sklerokornealer Zugang gewählt, Indikationen (Contusio bulbi, perforierende Linsenverletzung, Schichtstar, Cataracta polaris posterior, Lenikonus posterior, Rieger Syndrom) und Patientenalter (in der Acrylgruppe im Durchschnitt 104 + 59 Monate, in der PMMA-Gruppe 89 + 46 Monate) waren vergleichbar. In beiden Gruppen wurde je 4 Mal eine geplante vordere Vitrektomie (vVy), in der Acrylgruppe zusätzlich einmal eine geplante hintere Kapsulotomie ohne Vitrektomie durchgeführt. Die Nachbeobachtungszeit betrug im Durchschnitt 28 Monate (ein bis 68 Monate). Ergebnisse: In der frühpostoperativen Phase zeigten sich in der Acrylgruppe seltener Entzündungsreaktionen mit Fibrinbildung als in der PMMA-Gruppe (1 Auge (7%) gegen 7 Augen (50%)) bzw. hintere Synechien (kein Auge gegen 4 Augen (29%)). Nachstardiszisionen wurden in der Acrylgruppe bei 4 Augen (29%) und in der PMMA-Gruppe bei 6 Augen durchgeführt, dies jeweils nur nach Operation ohne vordere Vitrektomie. Der letzte bestkorrigierte Fernvisus war in beiden Gruppen vergleichbar (Acrylgruppe im Durchschnitt 0,57 + 0,34 (0,03 - 1,0), PMMA-Gruppe 0,57 + 0,27 (0,1-1,0). In keiner der beiden Gruppen kam es zu HKL-spezifischen Komplikationen wie HKL-Dislokation. Schlussfolgerungen: Die Implantation von hydrophoben Acryl-HKL in den Kapselsack im Kindesalter ist sicher und führt im Vergleich zu PMMA-HKL zu einer Verringerung früher postoperativer Entzündungsreaktionen und evtl. auch der Nachstarrate. Die Visusergebnisse scheinen - abhängig von der Grunderkrankung - vergleichbar zu sein.
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