Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Modifizierte Er:YAG-Laser ab externo Sklerostomie mit Silikon-Stent Implantation

1Kampmeier J., 2Müther P. S., 3Bentele A., 1Lang G. E., 3Schütte E., 1Lang G. K., 2Schrage N. F.,
1Universität Ulm, Augenklinik und Poliklinik (Ulm)
2RWTH Aachen, Universitätsaugenklinik (Aachen)
3Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik (Ulm)

Hintergrund: Die zunächst erfolgversprechende ab externo Sklerostomie mit dem Er:YAG-Laser konnte sich gegenüber den klassischen Operationsmethoden nicht durchsetzen. Der wesentliche Nachteil dieser "ungedeckten" Trepanation des Kammerwinkels lag in einem häufigen Verschluß des Kanals, meist verursacht durch die reaktive Vernarbungstendenz des episkleralen Gewebes mit Verlegung des äußeren Kanalostiums. Das Ziel dieser Studie ist der Erhalt eines intakten korneoskleralen Kanals während der postoperativen Entzündungsphase durch die temporäre Implantation eines nicht drainierenden Stents in den Kanal als Platzhalter, um nach dem Ziehen des Stents ein anhaltend offenes externes Kanalostium zu erreichen.
Material und Methoden: Das in einer Messingform gegossene Silikonimplantat besteht aus einem dünnen Zylinder (Ø 300 µm), der in eine größere flache Platte ausläuft. Bei vier Kaninchen wurde eine Sklerostomie durchgeführt und die Stents wurden mit einer Mikropinzette im Kanal implantiert. Nach sechs Wochen wurden die Stents entfernt. Zwei Kaninchen wurden direkt enukleiert für die histologische Untersuchung, die anderen zwei Kaninchen erst drei Monate später.
Ergebnisse: Bei den Eingriffen zeigte sich eine gute chirurgische Praktikabilität bei der Stent-Implantation und eine hohe Akzeptanz des subkonjunktivalen Gewebes für das Silikon ohne größere Entzündungszeichen. Die Histologie der Gewebemorphologie wird demonstriert. Postoperativ zeigten sich keine weiteren Infektionen. Ein Irisprolaps fand sich nach dem Ziehen des Implantats an einem Auge.
Schlussfolgerungen: Eine Stent-Implantation nach ab externo Sklerostomie könnte das postoperative Ergebnis verbessern. Für verlässliche Langzeitergebnisse sollen nun Implantation an humanen Augen erfolgen. Weiterhin ist der nächste Schritt die Entwicklung eines weichen, schnell bioresorbierbaren Implantates, das eventuell gleichzeitg als Medikamententräger dienen kann, um eine Stent-Entfernung mit einem erneuten Vernarbungsrisiko durch die Gewebemanipulation zu vermeiden.

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