Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Perfluorhexylethan (O62) als Langzeittamponade der Netzhaut

1Hoerauf H., 2Roider J., 2Kobuch K., 2Gabel V.-P., 1Laqua H.,
1Medizinische Universität zu Lübeck, Klinik für Augenheilkunde (Lübeck)
2Universität Regensburg, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Regensburg)

Einleitung: Am Kaninchen haben sich verschiedene flüssige Hydrofluorocarbone als schwere Glaskörpertamponade zur Behandlung inferiorer Netzhautpathologien bewährt. Nun werden die Ergebnisse einer klinischen Pilotstudie mit O62 (Monomer), einem teilfluorierten Alkan vorgestellt.
Patienten und Methode: O62 wurde als Langzeittamponade bei 10 Patienten mit komplizierten Netzhautablösungen (PVR St. B und C) in den unteren Quadranten eingesetzt.
Ergebnisse: O62 ermöglichte eine adäquate Tamponade der unteren Netzhaut und initiale Netzhautwiederanlage bei allen Patienten. Dabei schien es die Anzahl der Retinektomien zu reduzieren. Unter O62 zeigte sich eine variienden, wenig störende Dispersion. Im weiteren Verlauf (ab 3.Woche) trat allerdings eine davon abzugrenzende deutliche Emulsifikation jedoch ohne Sekundärglaukom auf. Nur in Einzelfällen wurde eine geringe Präzipitatbildung beobachtet. Bei 2/10 Patienten schien 062 eine Optikusatrophie zu induzieren.
Schlussfolgerungen: O62 kann evtl. als kurz- bis mittelfristige inferiore Netzhauttamponade Verwendung finden. Die Tamponadedauer sollte wegen der unvorhersagbaren Emulsifikationsneigung aber auf wenige Wochen begrenzt werden und der Einsatz wegen der fraglichen Optikustoxizität auf kontrollierte Studien beschränkt bleiben.

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