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Dorzolamid reduziert den Ischämie/Reperfusionsschaden in der Rattenretina
1Schmidt K.-G., 2Chidlow G., 2Wood J., 2Osborne N., 1Pillunat L. E., 1Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde (Dresden) 2Nuffield Laboratory of Ophthalmology, University of Oxford, Cytoprotection (Oxford)
Hintergrund: Dorzolamid, ein Karboanhydrasehemmer senkt den intraokulären Druck (IOD) und führt zu einem Anstieg der Perfusion des Sehnervenkopfes bei Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom. Ziel dieser Studie war es, den Effekt von Dorzolamid auf die Retina der Ratte nach Ischämie/Reperfusion (IR) zu untersuchen. Methoden: Bei 16 Ratten wurde Dorzolamid zweimal/Tag in jeweils ein Auge 5 Tage vor und 8 Tage nach Ischämieinduktion (Erhöhung des intraokulären Druckes (IOD) auf 120 mmHg / 45 min) appliziert. Das Elektroretinogramm (ERG) wurde vor und 5 Tage nach IR erfasst. Die Ratten wurden 3 Tage nach IR getötet und die Retinen immuohistochemisch und zur Bestimmung der mRNA-Spiegel von Thy-1 (Ganglienzellen), Neurofilament (NF-L, Ganglienzellen), Rhodopsin (Photorezeptoren) und dem housekeeping gene (Glyceraldehyd-3-Phosphat Dehydrogenase, G3PDH, alle Zellen) mit reverser Transskriptase Polymerease-Ketten-Reaktion (RT-PCR) untersucht. Ergebnisse: IR führte in den Vehikel-behandelten Augen zu einer signifikanten Reduktion der b- (79%) und a- (52%) Welle im ERG (n=8). Bei den mit Dorzolamid-behandelten Augen, lag die Reduktion der b- und a-Welle bei 49% bzw. 31% (n=8). Die Differenz zwischen Vehikel- und Dorzolamid-behandelten war jeweils statistisch signifikant (p< 0.001) Die immunohistochemischen Daten folgen diesen Ergebnissen. Die durch IR induzierten Veränderungen bei Thy-1 und der Cholinazetyltransferase-immunoreaktivität waren in den Dorzolamid- im Vergleich zu den Vehikel-behandelten Augen geringer ausgeprägt. In den Vehikel-behandelten Augen zeigte sich nach IR im Vergleich zu den Kontrollaugen eine signifikante (p< 0.001) Reduktion der retinalen mRNA-Spiegel von Thy-1 und NF-L bezogen auf G3PDH (n=8). Diese Reduktion wurde durch Dorzolamid ebenfalls signifikant (p< 0.001) abgeschwächt. Schlussfolgerungen: Topisch appliziertes Dorzolamid reduziert den durch IR induzierten Schaden.
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