Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Torische Artisanlinsen, Implantationstechnik und 3-Jahres-Ergebnisse

1Krumeich J. H., 2Schöner P., 2Baecker T.,
1Martin-Luther-Krankenhaus, Augenabteilung (Bochum)
2Martin-Luther-Krankenhaus, Klinische Abteilung (Bochum)

Hintergrund: Vorstellung der Implantationstechnik und Analyse der Korrekturgenauigkeit, der refraktiven Konstanz, sowie des Verhaltens des Endothels, des Augeninnendrucks und der Linse im postoperativen Verlauf bis zu 3 Jahren.
Methode: Bei 35 Augen wurden Artisanlinsen für Korrekturen von hyperopen und myopen Astigmatismen von 3 bis 8 Dptr. implantiert. Primäre Festlegung der Achslage auf der Iris mit Hilfe des Grünlasers und koinzidierendem Taboschema. Alle Linsen wurden im geschlossenen System implantiert, d.h. die Fixierung erfolgte erst nach Nahtlegung mit Hilfe einer Spreizpinzette über den Lasermarkierungen.
Ergebnisse: Die Korrekturgenauigkeit liegt für die Sphäre bei +0,5, beim Zylinder bei +0,75 Dptr. Die Werte sind bereits nach einigen Tagen konstant. Endothelverminderungen wurden nicht beobachtet. Der Augendruck liegt innerhalb der ersten Tage bei 22-28 mm Hg. Eine persistierende Druckerhöhung, die ständig Glaukommedikation erforderlich machte, wurde in einem Fall beobachtet. Andere Komplikationen, insbesondere Linsentrübungen oder Ablationen traten nicht auf.
Schlussfolgerungen: torische Artisanlinsen sind bei höheren Ametropien sowohl im hyperopen wie im myopen Bereich eine sichere und effektive Methode der Korrektur. Festlegung der Achslage auf der Iris und dortige Fixation sind Voraussetzung für reproduzierbare Ergebnisse.

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