Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Entfernung der Membrana limitans interna bei chronischem, diabetischem Makulaödem

1Dillinger P., 2Mester U.,
1Augenklinik der Bundesknappschaft (Sulzbach/Saar)
2Bundesknappschaft Sulzbach/Saar, Augenklinik (Sulzbach/Saar)

Hintergrund: Nach ersten positiven Berichten über die Rückbildung eines Makulaödems nach Vitrektomie sollte der Effekt der Vitrektomie mit zusätzlicher Entfernung der Membrana limitans interna (ILM) auf das chronische, diabetische Makulaödem überprüft werden.
Patienten und Methoden: Wir führten eine prospektive, klinische Untersuchung an 50 Augen von 46 Patienten durch, bei denen eine Pars-plana-Vitrektomie mit Entfernung der ILM erfolgte. Bei allen Augen bestand das Makulaödem mit einem Visusverlust auf 0,4 oder weniger seit mindestens 6 Monaten. Bei 47 Augen war zuvor eine Grid-Laserphotokoagulation erfolgt. Augen mit ausgedehnter kapillärer Ischämie im Bereich der Makula wurden ausgeschlossen. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 3,0 Monate.
Ergebnisse: Die Fluoreszenzangiographie zeigte bei allen Augen postoperativ eine teilweise oder vollständige Rückbildung des Makulaödems. Der mittlere Visus verbesserte sich von 0,16 präoperativ auf 0,25 postoperativ. 17 Augen (32%) verbesserten sich um mindestens 2 Visusstufen, 4 Augen (8%) verschlechterten sich um mindestens 2 Visusstufen.
Schlussfolgerungen: Die Pars-plana-Vitrektomie mit Entfernung der ILM führte in allen Fällen zu einer Reduktion des diabetischen Makulaödems. Eine signifikante Visusverbesserung fanden wir dagegen nur bei einem Drittel der behandelten Augen. Die Ursache für die besseren anatomischen als funktionellen Ergebnisse nach ILM-Entfernung bei chronischem, diabetischem Makulaödem liegt möglicherweise in strukturellen Veränderungen der Makula nach lange bestehendem Ödem.

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