Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Dosis-Volums Histogram Analyse von Tumorrückbildung und Nebenwirkungen nach einzeitiger Gamma Knife Radiochirurgie von Aderhautmelanomen

1Langmann G., 2Pendl G., 3Stücklschweiger G., 3Guss H., 2Papaefthymiou G., 1Faulborn J.,
1Karl-Franzens-Universität Graz, Augenklinik (Graz)
2Karl-Franzens-Universität Graz, Klinik für Neurochirurgie (Graz)
3Karl-Franzens-Universität Graz, Klinik für Strahlentherapie (Graz)

Hintergrund: Bislang existieren keine Klassifikation von Nebenwirkungen oder Kriterien für eine erfolgreiche Tumorrückbildung nach Radiochirurgie von Aderhautmelanomen. Wir haben bei 30 Aderhautmelanomen, die zwischen 1992 und 1995 einzeitig mit dem Leksell Gamma Knife behandelt wurden, standardisierte Parameter der Tumorrückbildung und der Nebenwirkungen untersucht.
Patienten:
30 Patienten ( 15 Männer, 15 Frauen ) wurden mit einer mittleren Tumorranddosis von 52,1 Gy (45 - 80 Gy) einzeitig behandelt. Von den 14 großen (über 8 mm Prominenz bzw. 16 mm Durchmesser), 15 mittelgroßen (3-8 mm Prominenz) und einem kleinen Tumor waren 6 juxtapapillär, 10 (juxta) makulär, 5 Tumoren lagen in der mittleren Peripherie und 9 waren Ziliarkörpermelanome.
Methode: Dosis Volums Histogram Analyse.
Ergebnisse: Nach einer mittlerer Nachbeobachtungsdauer von 6 Jahren und 9 Monaten (62-103 Monate) bildeten sich 8 Tumoren bis zu einer Narbe zurück (vollständige Tumorrückbildung), 17 zeigten eine Volumsreduktion zwischen 50-80 % des Ausgangswertes (teilweise Tumorrückbildung), 3 keine Veränderung und 2 rezidivierten. Nebenwirkungen wurden in leicht (3) mittel (3) schwer (5) und sehr schwer (19 - Lichtempfindung bzw. keine Lichtempfindung) unterteilt, 7 Patienten entwickelten Metastasen.
Schlussfolgerungen: Die Dosis - Volums Histogramm Analyse konnte als entscheidende Faktoren für das Auftreten von schweren (sehr schweren) Nebenwirkungen das Volumen der Tumoren, die Dosis und die Lokalisation am Ziliarkörper zeigen. Das bestrahlte Volumen ist entscheidender als die punktuelle Dosis ( z.B. bei der Inzidenz der radiogenen Sehnervenschädigung).

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