Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Die Fovea als Reflektionsfläche in der Aberrometrie: retinale Topographie (HRT) und Ort der Fixation (SLO)

Scheuerle A. F., Specht H., Bültmann S., Rohrschneider K.,
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg)

Hintergrund: Die allgemein benutzten Aberrometrie Systeme folgen den Regeln von Tscherning und Hartmann-Shack. Grundlage der Datenermittlung ist die Analyse eines definierten Muster, das auf die Fovea projeziert und reflektiert wird. Der Durchmesser des projezierten Areal auf der Retina beträgt bei der Tscherning Aberrometrie 1mm, beim Hartmann-Shack Verfahren ca. 10µm.
Methode: Die Makularegion von 20 gesunden und leicht myopen (bis –5,0 sph) Augen wurde mit dem Heidelberg Retina Topograph (HRT II) untersucht. Pro Auge wurden drei Serien mit jeweils 16 Schichtbildern pro Millimeter Tiefe aufgenommen. Die horizontale Auflösung betrug 384² Pixel bei einem Bildöffnungswinkel von 15°. Alle Probanden führten außerdem eine funduskontrollierte Mikroperimetrie an einem Scanning-Laser-Ophthalmoscope (SLO) durch, um die Anatomie der Fovea mit dem Ort der Fixation korrelieren zu können.
Ergebnis: Die um die Foveola zentrierten Topographien der Makula zeigten häufig keine Rotationssymmetrie. Unterschiede im Steigungsgradienten von bis zu 12° wurden gemessen. Bei zwei Probanden zeigte sich ein nach temporal linear ansteigender Höhenverlauf. Bei der Mehrzahl der Probanden war das anatomisch-geometrische Zentrum nicht identisch mit dem Ort der Fixation.
Schlussfolgerungen: Die Oberflächenstruktur der menschlichen Fovea und der Ort der Fixation entsprichen nicht dem Zentrum eines idealen parabolischen Spiegels. Bei der Aberrometrie wird somit zur Reflektion eines definierten Musters ein Reflektionsfehler addiert, der bei der Berechnung einer exakten Wellenfrontkarte Berücksichtigung finden sollte.

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