Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Massive Hypertrophie nach Katarktoperation in Parabulbäranästhesie

Weigmann U., Steffen S., Glombik E., Wiechens B.,
Klinikum Hannover Nordstadt, Augenklinik (Hannover)

Hintergrund: Das Auftreten vertikaler Doppelbilder nach Retrobulbäranästhesie ist als seltene Komplikation beschrieben. In der Regel ist der M. rectus inferior in Form einer Kontraktur mit entsprechender Hypotropie betroffen. Wir berichten über eine Patientin mit persistierendem massiven Höherstand nach Parabulbäranästhesie.
Methode: Uns wurde 12 Monate nach einer auswärts durchgeführten Cataractoperation rechts eine Patientin mit einem ipsilateralen Höherstand von 27° vorgestellt. Die Hornhaut war weitgehend vom Oberlid verdeckt. Durch Fotos belegt war dieser Zustand nachweislich direkt nach der Operation aufgetreten und unverändert geblieben. Wir führten eine weitergehende Diagnostik (Ultraschall, MRT, Neurologie) durch. Nach Ausschluß einer anderen Erkrankung führten wir eine operative Korrektur durch.
Ergebnisse: Die MRT und Ultraschallbefunde zeigten vollkommen regelrechte Muskelverläufe und Muskeldicken. Die strabologische Diagnostik zeigte in Primärposition -6° +VD 27°. Die Motilitätsanalyse zeigte, dass am rechten Auge nur eine Senkung bis zur Horizontallinie möglich war. Intraoperativ war die passive Senkung ebenfalls nur bis knapp über die Horizontallinie möglich. Die Darstellung des M. rectus superior zeigte einen massiv rigiden Muskel im Sinne einer Kontraktur. Nach Rücklagerung um gut 6 mm führten wir aufgrund des großen Winkels zusätzlich eine Faltung des M. rectus inferior um 6 mm durch. Die passive Motilität war nun deutlich besser. Eine Korrektur des postoperativ bestehenden geringen Restwinkels wurde von der hochzufriedenen und doppelbildfreien Patientin abgelehnt.
Schlussfolgerungen: Eine Muskelkontraktur an den vertikalen M. recti betrifft meist den rect. Inferior und ist nach retrobulbärer Anästhesie als seltene Komplikation beschrieben. Wir konnten zeigen, das nach parabulbärer Anästhesie eine massive Kontraktur des M. rect. superior zu einem für den Patienten entstellenden Krankheitsbild führen kann. Durch einen unkomplizierten Eingriff konnte unserer Patientin geholfen werden. Als Ursache ist eine Ischämie nach Verletung der Ciliararterien anzunehmen.


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