Programm & Abstracts                 "Innovationen in der Augenheilkunde"

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Diagnostische Biopsie von Iristumoren mit dem Okutom: erste Erfahrungen

1Anastassiou G., 1Schueler A., 2Dirsch O., 1Schilling H., 3Steuhl K. P., 4Bornfeld N.,
1Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde (Essen)
2Universität-Gesamthochschule Essen, Institut für Pathologie (Essen)
3Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. für Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts (Essen)
4Universität-Gesamthochschule Essen, Zentrum für Augenheilkunde, Abt. Hinterer Augenabschnitt (Essen)

Hintergrund: Nicht selten stellen Läsionen der Iris ein diagnostisches Problem dar. Alternativ zur klinischen Verlaufskontrolle bietet sich die Durchführung einer Biopsie an. Die bisher bevorzugte Methode entspricht einer Iridektomie. Nachteile dieser Methode sind die Entstehung einer Polykorie und die theoretische Gefahr der Verschleppung von Tumorzellen durch den operativen Zugang. Wir stellen unsere erste Erfahrungen mit einer neuen Biopsiemethode vor.
Methode: In 19 Patienten wurden 20 Biopsien durch eine Vorderkammer-parazenthese mit dem Okutom aus verdächtigen Iristumoren durchgeführt. Das Biopsiematerial wurde zytologisch und/oder histologisch untersucht.
Ergebnisse: In 17 Fällen (85%) war das Material ausreichend für die weitere pathologische Untersuchung. Eine zytologische Untersuchung gelang in 15 Fällen (88.2%), während eine histologische Untersuchung in 6 Biopsien (35.3%) möglich war. Eine immunhistochemische Untersuchung wurde in 3 Fällen (17.6%) durchgeführt. Eine zyto-/histologische Aussage war in 13 von 20 Biopsien (65%) richtungweisend. Die häufigste intraoperative Komplikation war die Blutung aus dem Tumor (63.2%). Lediglich in einem Fall war eine Spülung der Vorderkammer zwei Tage später erforderlich. Ein durchgreifender Irisdefekt wurde in keinem Fall produziert. Ein Druckanstieg höher als 30mmHg ereignete sich in 6 Fällen am ersten postoperativen Tag. Spätkomplikationen sind bisher nicht aufgetreten. Die mittlere Nachbeobachtungszeit beträgt 7.3 Monate.
Schlussfolgerungen: Die Biopsie von Iristumoren mit dem Okutom stellt eine komplikationsarme Methode dar, die in der Mehrzahl der hier präsentierten Fälle (65%) auch eine diagnostisch richtungweisende Aussage erbringen konnte.

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