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Sondenentwicklung für die Eximer-Laserkanalostomie
1Burk R., 2Specht H., 3Walker R., 1Augenklinik, Städtische Kliniken Bielefeld (Bielefeld) 2Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Universitäts-Augenklinik (Heidelberg) 3Glautec AG (Nürnberg)
Der Erfolg mikrochirurgischer Therapiekonzepte des primären Offenwinkelglauoms wird entscheidend von der postoperativen Wundheilung beeinflusst. Minimalinvasive Verfahren sollen am Hauptwiderstandsort des Kammerwasserabflusses angreifen und gleichzeitig eine möglichst geringe Gewebereaktion induzieren. Besonders geeignet erscheint hierfür die Laser-Kanalostomie (ab externo Eximer-Lasertrabekulotomie ELT), die eine gezielte Photoablation von Schlemm-Kanalendothel und Trabekelmaschenwerk ermöglicht. Methode: An einen Eximer-Laser (Wellenlänge 308 nm; Glautec AG) wurde für die ab externo ELT eine Schlemm-Kanal-Lasersonde aus Edelstahl (Gesamtdurchmesser 280 µm, Quarzfaser 100 µm) gekoppelt*. Der Sondenradius beträgt ca. 7 mm mit nach nasal bzw. temporal gerichteter Kurvatur. Die Gewebeablation erfolgt senkrecht zur Innenkurvatur in Richtung Vorderkammer. Appliziert werden 20 Pulse von 0,14 mJ, Pulslänge 60 ns. Die Testung der Photoablation erfolgte in vivo an Autopsiebulbi. Klinisch wurde die Laserkanalostomie im Rahmen einer tiefen Sklerektomie bei zwei Augen durchgeführt. Ergebnisse: Die Sondeneinführung in den Schlemm-Kanal ließ sich in vitro und in vivo problemlos vornehmen. Die Rasterelektronenmikroskopie zeigte die Gewebeabtragung im Bereich des Trabekelmaschenwerks mit nur minimaler thermischer Reaktion. Die klinische Anwendung war intra- und postoperativ komplikationslos, die Augeninnendruckwerte konnten vom Ausgangsdruckwert mit maximaler Kombinationstherapie (20 mmHG) um 30% ohne zusätzliche drucksenkende Therapie auf Werte von 14 und 15 mm Hg (6 Wochen post op.) reduziert werden. Diskussion: Die ersten vorläufigen Ergebnisse weisen darauf hin, dass durch die retrograde Photoablation des Trabekelmaschenwerkes aus dem Schlemm-Kanal in Richtung Vorderkammer eine kontrollierte Reduktion des Abflusswiderstandes realisierbar wird. Größere Studien sind erforderlich, um den Langzeiteffekt des Verfahrens beurteilen zu können. *Patentschrift 197 05 815, submitted 02-15-1997, granted 02-11-1999
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