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Klinische Ergebnisse der isolierten und der mit Phakoemulsifikation kombinierten Viscocanalostomie
Ruokonen P., Lechner S., Rückert A., Tetz M., Humboldt-Universität zu Berlin, Charité Campus Virchow-Klinikum, Augenklinik (Berlin)
Hintergrund: Zur klinischen Einschätzung der Viscocanalostomie ist eine weitere Analyse des Datenmaterials hinsichtlich präoperativer Ausgangssituation, Häufigkeit von Komplikationen und Revisionen sowie Besonderheiten bei mit Phakoemulsifikation kombinierten Vorgehen erfolgt. Patienten und Methoden: An 73 Augen von 66 Patienten im Alter von 71 ± 14 Jahren wurde eine Viscocanalostomie durchgeführt. 20 Augen von 17 Patienten erhielten eine kombinierte Operation mit Phakoemulsifikation über einen separaten Zugang. Operiert wurden PCOWG (41%), Pseudoexfoliationsglaukome (44%) und andere Glaukome (15%). Drucksenkende Voroperationen lagen in 52% der Fälle vor und untergliederten sich in ALTP (26%), Cyclophoto/kryokoagulation (10%) und fistulierende Eingriffe (16%). Über 30% der Augen waren mehr als einmal voroperiert. Ergebnisse: Die durchschnittliche Drucksenkung betrug 42% (von 27,9 ± 6,8 mm Hg auf postoperativ 16,2 ± 3,4 mm Hg). Dabei konnte die antiglaukomatöse Therapie von 2,3 ± 1,0 auf 1,0 ± 1,2 unterschiedliche Wirkstoffe reduziert werden (jeweils p<0,0005). Bei 84% der Augen wurden keine postoperativen Besonderheiten vermerkt. Zweimal wurde eine protrahierte Aderhautamotio ohne Vorderkammerabflachung diagnostiziert. Einer Revision am Viscocanalostomiefenster mussten 20 Augen zugeführt werden. In der Gruppe der kombinierten Operationen bedurfte es nur einer Revision. Voroperationen beeinflussten nicht postoperativen IOD, Medikamentenzahl oder Komplikationsrate, allerdings war die Zahl der Notwendigkeit zur Revision signifikant höher (jeweils p<0,05). Schlussfolgerungen: Eine signifikante Drucksenkung unter gleichzeitiger Einsparung antiglaukomatöser Lokaltherapie konnte trotz schwieriger Ausgangssituation erzielt werden. Dabei unterscheiden sich kombinierte und nicht-kombinierte Operationen in der Anzahl der Revisionen und Komplikationen signifikant. Nach Voroperationen (auch ALTP) ist die Zahl der Revisionen erhöht.
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